Es ist jetzt ein Jahr her, dass ich mir professionelle Hilfe gesucht habe, um meinen „ultimativen“ Abnehmversuch zu starten.
Was habe ich daraus mitgenommen?
Ich hätte mir früher Hilfe holen müssen
Ich hätte ohne professionelle Hilfe gar nicht gewußt, wie ich vorgehen sollte.
Ich habe die erforderliche Disziplin aufgebracht, um so ein Programm durchzuhalten.
Ich bin offener für andere Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.
Ich kann überwiegend auf Fleisch- und Wurstwaren verzichten.
Ich habe wieder Spaß an Sport und Bewegung.
Ich schlafe genauso schlecht, wie vor Beginn des Programms.
Ich friere mehr als früher.
Ich höre mehr auf meinen Körper
Ich weiss, wie wichtig Regeneration und Erholung ist.
Ich weis, wie wichtig der Kontakt zu „Leidensgenossen“ ist.
Ich habe in den vergangenen 365 Tagen fast 40 Kg abgespeckt. Bin ich enttäuscht, dass es nicht mehr geworden sind? Manchmal ja, meist nein. Das Entscheidende ist ja, nicht nur Gewicht zu verlieren, sondern das neue Gewicht auch zu halten.
Gerade das war auch das Ziel der letzten Wochen. Ich konnte ich austesten, wie Ernährung und körperliche Bewegung wechselwirken.
Hier war die professionelle Unterstützung sehr wichtig für mich. So weis ich jetzt auch, dass die meisten Artikel in Zeitschriften und sonstigen Medien über schnelle Diäterfolge nichts taugen. Es sind immer mehrere Methoden oder Stellhebel, die in Einklang zu bringen sind.
Das wichtigste ist aber die Disziplin. Ich war schon versucht, die Ernährungsvorgaben zu unterlaufen. Aber gerade in den ersten Monaten der Abnehmphase habe ich mich strikt an alle Vorgaben gehalten. So war hier der schnelle Erfolg auch ein stückweit vorprogrammiert. Und gerade der hier erreichte Gewichtsverlust war wiederum Motivation für mich, das Programm fort zu führen.
Mir wurde bei der regelmäßigen Ernährungsberatung bewusst, dass ich eigentlich viel zu viel Fleisch und Wurst gegessen habe. Das konnte ich erfolgreich abstellen. Es gibt statt dessen Hühnchenfleisch oder Kochschinken. Ja es gibt auch mal die Leberkäs- oder Salamisemmel. Aber das ist mittlerweile eine, nicht vermisste, Ausnahme. Ich esse sehr viel Gemüse und regelmäßig
Obst. Und gerade für die Arbeitswoche habe ich gelernt, mir entsprechende Mahlzeiten bereits zu Hause vorzubereiten. Dazu habe ich mir einen entsprechende Anzahl von Tupperdosen gekauft.
Bewegung ist mir wieder wichtig geworden. Sei es der Heimweg zu Fuss, oder die sportliche Bewegung, oder das Krafttraining. Ich habe keine Scheu davor, trotz meines immer noch starken Übergewichtes joggen zu gehen, oder mich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Auch wenn ich in den Urlaub fahre, sind meine Sportklamotten mittlerweile immer dabei. Auch spielen Sportangebote bei den Buchungen meiner Urlaube mittlerweile eine sehr große Rolle.
Aber es gibt auch „negative“ Seiten.
Ich habe vor Beginn des Programms schon sehr schlecht geschlafen. Das heisst, dass ich mindestens einmal, meist aber öfter in der Nacht wachgeworden bin und auf die Toilette musste. Ich bin danach meist jedoch sofort wieder eingeschlafen. Die Nächte in denen ich durchgeschlafen habe, kann ich an einer Hand abzählen.
Durch den starken Gewichtsverlust friere ich mehr als vorher. Ich drehe die Heizung hoch, wo früher auch ein Pullover gereicht hätte. Interessanterweise stand das aber auch auf dem Beipackzettel der Nebenwirkungen für das Programm.
Auch habe ich das Gefühl, dass ich für Krankheiten anfälliger geworden bin. Ich habe öfter eine Erkältung und war auch häufiger krank geschrieben, als in den vergangen Jahren zusammen.
Etwas was ich nicht berücksichtigt hatte war der Sachverhalt, dass sich mein Körper nach Phasen von Sport regenerieren muss. Das heisst auch, dass es ein paar Tage am Stück keinen zusätzlichen Sport, sondern nur die Alltagsaktivitäten gibt. Und nein, das schlägt sich nicht gleich auf der Waage wieder. Allerdings habe ich schon immer Probleme damit, mich zu entspannen und zu erholen. Ich habe immer das Gefühl unter Hochspannung zu stehen. Ich kann das nicht, am Wochenende, oder im Urlaub lange zu schlafen. Wenn ich wach werde, stehe ich meist auch sofort auf. Aber vielleicht kann ich das auch noch lernen.
Ich bin mir sicher, dass ich es alleine nicht geschafft hätte. Ich habe durch den Kontakt mit Gleichgesinnten auch zusätzliche Erfahrungen gemacht. Es gab zusätzliche Inspirationen durch den persönlichen Kontakt, als auch die Kontakte in sozialen Netzwerken, oder Foren. Gerade aus sozialen Netzwerken habe ich viele Rezepte, Freizeitideen oder sportliche Inspirationen ziehen können.
Bei allen Erfolgen; ich bin noch immer stark übergewichtig. Das werde ich vermutlich auch bleiben. Mein Ziel ist auch nicht, den optimalen BMI, von dem ich so wieso nichts halte, zu erreichen. Aber ich möchte auch nicht mehr so dick und unsportlich wie vor einem Jahr sein. Es wird ein lebenslanger Kampf sein …
