Am letzten Samstag war ich, wie so häufig, auf dem Golfplatz. Zum einem, um ein bisschen zu trainieren und zum anderen eine Runde Golf zu spielen.
Alles verlief eigentlich planmäßig. Ich habe, wie immer, Bälle an die unmöglichsten Orte geschlagen. Manchen Ball sehr weit und andere Bälle folgen kaum ein paar Meter weit.
Nach Beendigung des Spiels war ich richtig fertig. Und ich habe nur 9 Löcher gespielt. Als ich dann im Clubhaus saß und mein alkoholfreies Weißbier getrunken habe, habe ich über meine Fitnesszustand nachgedacht. Im Ergebnis musste ich mir eingestehen, dass ich nicht zu den sportlichsten Menschen gehöre.

Ich habe noch den gesamten Sonntag gebraucht, um mich wieder zu erholen.
In den letzten drei Jahren habe ich sehr oft über die Stellung des Sports in meinem Leben nachgedacht. Angetrieben auch durch meine Diät. Einen herben Rückschlag habe ich nach meiner Fuß- OP verzeichnen müssen. Hier habe ich gemerkt, wie wichtig mir Bewegung im täglichen Leben geworden ist. Dieses Gefühl war schlagartig weg! Da ich den Fuß nicht belasten konnte fielen viele Sportarten schlicht weg. Das Gewicht ausschließlich mit einer ausgewogenen Ernährung zu halten, ist für mich fast aussichtslos.
Erst ab diesem Frühjahr ist alles so verheilt, dass ich eigentlich wieder mehr (Bewegungs-) Sport machen könnte. Eigentlich! Aber ich bin immer noch gefangen in dem Trott des Nichtstun.
So muss ich mir ein Programm überlegen, um meine Fitness auf den Stand vor meiner OP zu heben. Auch hier habe ich schnell festgestellt, dass es keine 100%- Lösung gibt.
Da ich ein Sportmuffel in Ausdauersportarten bin, habe ich begonnen wieder die Alltagsaktivitäten in den Vordergrund zu stellen. Das heißt: wieder mehr Treppen steigen, die letzte Station zu Fuß gehen usw.
Das Krafttrainig stelle ich dahingehend um, dass ich mich nicht mehr auf Maximalkraft, sondern auf Kraftausdauer konzentriere. Das habe ich jetzt die letzten Wochen so angefangen und es scheint für mich der richtige Weg zu sein.
Ich setze mich allerdings zu häufig unter Druck, längere Trainingseinheiten durchzuführen. Das erzeugt bei mir gewaltigen Stress. Das geht soweit, dass ich das Training als kontraproduktiv betrachte. Und das demotiviert mich.
Zurück zum Golfsport.
Das Faszinierende an dieser Sportart ist eigentlich, dass es völlig egal ist, wie alt man ist. Und besonders gut muss man eigentlich auch nicht sein. Es sei denn, man will damit sein Geld verdienen.
Dieser Sport hat für mich ein paar Vorteile:
- Ich bin an der frischen Luft
- Im Regelfall muss ich nicht über den Platz hetzen, bin aber immer in Bewegung
- Ich kann mit Anderen, oder auch alleine spielen
- Bei 9- Loch Spielen bin ich 2 Stunden wieder im Clubhause
- …
Es gibt aber auch einen Nachteil:
- Ich stehe immer in der Sonne, wenn sie scheint
