Ich habe die letzte Nacht sehr schlecht geschlafen. Das kam in erster Linie daher, dass ich durchgängig auf dem Rücken gelegen habe. Im Normalfall schlafe ich in stabiler Seitenlage. Aber mit dem Blasenkatheder ging es nun mal nicht anders. Ich war komplett schmerzfrei.
Nach dem Wachwerden ging es wieder auf mein normales Zimmer.
Bei der anschließenden Visite erklärte mir Dr. Spatz, dass alles besser verlaufen ist, als erwartet. Daher war man auch früher fertig , als geplant. Er hat mir die Sache mit dem Blasenkatheder erklärt. Eine Nadel hat beim herausziehen die Blasenwand touchiert.
Betreut wurde ich die ganze Zeit von Schwester Eva. Sie war sehr motiviert, immer gut drauf und für Fragen offen.
Ich war müde und habe den ganzen Tag vor mich hingedöst, ein bisschen fern gesehen und Musik gehört.
Dazu kamen immer wieder Kontrolluntersuchungen.
Auch Samstagmorgen wachte ich gerädert auf, da ich wieder sehr schlecht geschlafen hatte.Am Vormittag hat mir Schwester Eva den Blasenkatheder entfernt. Da wurde mir kurz etwas schwummrig vor Augen. Das hielt aber nur einen sehr kurzen Moment an. Es sollte allerdings noch Stunden dauern, bis endlich wieder alles so lieg, wie es sollte.
Danach konnte ich aufstehen und die ersten Schritte wieder laufen. Auch hier verlief alles völlig problemlos.
Abends gabs dann noch das Länderspiel Deutschland- gegen Rumänien. Da ich jedoch durch die letzten, schlaflosen, Nächte so müde war, bin ich vor dem Ende eingeschlafen.
Die Nacht zum Sonntag habe ich sehr gut geschlafen, da ich wieder meine gewohnte Schlafposition einnehmen konnte. Der Tag verlief relativ ereignislos. Über Sky Go gab es die Formel 1 und später im TV die NFL.
Ich habe versucht gemäß Anweisung kleine Schlucke zu essen. War aber nicht so prickelnd. Trinken ging etwas besser, aber auch hier nur in kleinen Schlucken. Nicht, weil ich keinen Durst hatte, sondern weil ich mich langsam an das Sättigungsgefühl herantasten sollte.
Am darauffolgenden Montag wurde bei der Visite beschlossen, mich nach Hause zu entlassen. Der Rest ging dann relativ schnell. Um 11:00 Uhr habe ich das Krankenhaus verlassen und gegen 12:00 wieder zu Hause.
Da ich die Fenster angekippt gelassen hatte, war es in meiner Wohnung relativ kalt. Auch nach dem Trinken von Tee wurde es nicht besser. Ich war mir tatsächlich unschlüssig, ob ich die Heizung anstellen sollte. Also ging ich ins Bett, schaute dort ein wenig TV und dann war auch relativ früh „Licht aus“.
