Bein meinem letzten Aufenthalt im Krankenhaus wurde besprochen, dass bei mir eine Ablation durchgeführt werden soll. Dieser Termin stand nun am 07.06.2022 an. Allerdings auch nur dann, wenn ich einen negativen Corona- Test vorlegen kann. Das hat mich etwas überrascht, da ich sonst gewohnt war, dass diese Tests im Krankenhaus durchgeführt wurden. Erschwerend kam noch dazu, dass ich diesen Test an Feiertagen durchführen lassen musste. Ich war skeptisch, ob das funktioniert. Durch Recherche im Internet habe ich eine Teststation in der Bienen- Apotheke, direkt am MVZ- Laim gefunden. Dort habe ich dann eine Termin reserviert; bin aber Montagmittag nochmal hingegangen, um nachzufragen, ob ich tatsächlich über die Feiertage einen Test bekomme. Das wurde bestätigt und hat auch so funktioniert. Pfingstsonntag um 10 Uhr den Test machen lassen und gegen 11 Uhr hatte ich das Ergebnis: Negativ.
Am Dienstag bin ich dann ins Krankenhaus gefahren. Alles verlief völlig problemlos. Eingangskontrolle, Patientenaufnahme, Zimmer. Die Abarbeitung des üblichen Fragenkatalog lief auch völlig routiniert. Danach begann das Warten. Gegen Mittag ging dann eigentlich alles ganz schnell. OP- Hemd an und dann wurde ich zur ersten Untersuchung (Schlucktest) gefahren. Ich bekam ein Schlafmittel und dann war ich weg. Die Verabreichung habe ich gar nicht mitbekommen und auch die Geschwindigkeit des Eintreten der Narkose hat mich im Nachgang überrascht. Ich war dann auch relativ schnell wieder wach und wurde zum eigentlichen Eingriff gebracht. Wieder wurde ich verkabelt und relativ schnell schlafen gelegt. Vorher konnte ich noch die ganzen Katheder, die man bei mir reinstecken wollte, bewundern. Auch hier war ich relativ schnell wieder wach. Mir ging es dann auch eigentlich sehr gut. Ich hatte eben nur Durst. Auf das Trinken musste ich jedoch noch etwas warten, aber immerhin konnte ich mir den Mund und Rachen befeuchten. Auch hat mir die Schwester mein Mobiltelefon und sogar die Kopfhörer gebracht. So konnte ich mich wenigstens bei Carina melden. Eigentlich wollte ich noch ein wenig Musik hören, war aber zu erschöpft.
Ein paar Stunden später wurden mir die Katheder gezogen. Dabei habe ich mich so unter Druck gesetzt, dass ich richtig mit Zittern angefangen habe. Aber die Schwester und die Pflegerin haben das sehr gut gemacht. Auch das Anlegen des Druckverbandes in der Leiste war nicht so einfach. Die Schwestern mussten hier eine Pfleger zu Hilfe rufen, da sie schlichtweg das Druckgewicht nicht aufbringen konnten. Aber nach ca. 30 Minuten war dann alles erledigt, obwohl es mir bedeutend länger vorkam. Dann zog erstmal Ruhe ein. Mit der Zeit musste ich mal pinkeln, durfte aber mit dem Verband nicht aufstehen. Also blieb nur die allseits so beliebte „Ente“. Das ging bei mir zuerst gar nicht. Zumal es auch nicht eine Minute Privatsphäre gab. Irgendwann ergab sich dann doch die Möglichkeit, es zu probieren. Und es funktionierte auch. So kam ich dann auch etwas zur Ruhe. An Schlaf war jedoch nicht zu denken. Es war zu viel los und nicht allen Patienten ging es so gut, wie mir. Nach Mitternacht wurde der Druckverband entfernt. Da habe ich erst gemerkt, welchen Druck der ausgeübt hat. Danach konnte ich, wenn auch nur minutenweise etwas schlafen.
Am Morgen wurde ich dann wieder auf Normalstation zurückverlegt und ich nahm die Gelegenheit wahr, wieder auf Toilette gehen zu können. Auch gab es die ersten Untersuchungen, EKG; Angiologie usw. Auch ein Langzeit-EKG wurde mir angelegt. Am späten Vormittag war Visite. Hier sagte man mir, wenn alles gut verläuft, ich wieder am Donnerstag nach Hause gehen könnte. Der Rest des Tages verlief ereignislos. Ich lag im Bett und döste vor mich hin. Am frühen Abend wurde ich dann sehr müde. Das war sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass ich die Nacht davor kaum geschlafen hatte. Diese Nacht war es natürlich bedeutend besser, da es auch viel ruhiger war.
Am Donnerstag kam dann früh die Schwester und es begann das üblich Procedere. Kurz danach kam jedoch schon der Arzt mit dem vorläufigen Arztbrief und sagte mir, dass ich gehen könnte. Also habe ich mich angezogen und der Schwester Bescheid gesagt, dass sie den Zugang entfernen könnte. Gegen 08:30 Uhr konnte ich dann das Krankenhaus wieder verlassen. Nach einer kurzen Fahrt mit der U- Bahn war ich dann auch sehr schnell wieder zu Hause.
