Heute, am 28.08.2022 ist es wieder einmal Zeit, ein paar Gedanken niederzuschreiben.
Gestern bin ich sehr frĂŒh zu Bett gegangen. Irgendwie war ich den ganzen Tag mĂŒde. Ich war zwar vormittag noch auf dem Golfplatz, aber ich hatte, zum ersten Mal seit Wochen, keine richtige Lust zum spielen. Wenn ich nicht wegen einer unaufschiebbarer Aufgabe aus dem Haus gemusst hĂ€tte, wĂ€re ich vermutlich in meinem Sessel festgewachsen. Aber so setzte sich die Samstag-Routine durch:
aufstehen, kurz durchs Bad
Sportsachen anziehen
Leergut packen
zum Golfplatz fahren
Golf
zum Rewe, meist nach Moosinning, fahren
ab nach Hause
Gang unter die Dusche
Sport im TV schauen
ins Bett gehen
Nun war es gestern sehr schwĂŒl. Ok, das kam jetzt nicht so ĂŒberraschend. Aber das Wetter hat mich runtergedrĂŒckt. Seit meinem Gewichtsverlust komme ich zwar viel besser mit warmen oder sogar heiĂem Wetter zurecht, jedoch war es gestern zu viel. Zudem habe ich die letzten NĂ€chte nicht sehr gut geschlafen. Ich weiĂ allerdings noch nicht, woran das gelegen haben könnte. Stress habe ich zur Zeit keinen, an mangelnder Bewegung kann es eigentlich auch nicht liegen. Jedoch merke ich, dass ich urlaubsreif bin.
So sitze ich jetzt in meinem Sessel, schaue im TV Sendungen ĂŒber das alte Ăgypten, trinke Kaffee.
Bein meinem letzten Aufenthalt im Krankenhaus wurde besprochen, dass bei mir eine Ablation durchgefĂŒhrt werden soll. Dieser Termin stand nun am 07.06.2022 an. Allerdings auch nur dann, wenn ich einen negativen Corona- Test vorlegen kann. Das hat mich etwas ĂŒberrascht, da ich sonst gewohnt war, dass diese Tests im Krankenhaus durchgefĂŒhrt wurden. Erschwerend kam noch dazu, dass ich diesen Test an Feiertagen durchfĂŒhren lassen musste. Ich war skeptisch, ob das funktioniert. Durch Recherche im Internet habe ich eine Teststation in der Bienen- Apotheke, direkt am MVZ- Laim gefunden. Dort habe ich dann eine Termin reserviert; bin aber Montagmittag nochmal hingegangen, um nachzufragen, ob ich tatsĂ€chlich ĂŒber die Feiertage einen Test bekomme. Das wurde bestĂ€tigt und hat auch so funktioniert. Pfingstsonntag um 10 Uhr den Test machen lassen und gegen 11 Uhr hatte ich das Ergebnis: Negativ.
Am Dienstag bin ich dann ins Krankenhaus gefahren. Alles verlief völlig problemlos. Eingangskontrolle, Patientenaufnahme, Zimmer. Die Abarbeitung des ĂŒblichen Fragenkatalog lief auch völlig routiniert. Danach begann das Warten. Gegen Mittag ging dann eigentlich alles ganz schnell. OP- Hemd an und dann wurde ich zur ersten Untersuchung (Schlucktest) gefahren. Ich bekam ein Schlafmittel und dann war ich weg. Die Verabreichung habe ich gar nicht mitbekommen und auch die Geschwindigkeit des Eintreten der Narkose hat mich im Nachgang ĂŒberrascht. Ich war dann auch relativ schnell wieder wach und wurde zum eigentlichen Eingriff gebracht. Wieder wurde ich verkabelt und relativ schnell schlafen gelegt. Vorher konnte ich noch die ganzen Katheder, die man bei mir reinstecken wollte, bewundern. Auch hier war ich relativ schnell wieder wach. Mir ging es dann auch eigentlich sehr gut. Ich hatte eben nur Durst. Auf das Trinken musste ich jedoch noch etwas warten, aber immerhin konnte ich mir den Mund und Rachen befeuchten. Auch hat mir die Schwester mein Mobiltelefon und sogar die Kopfhörer gebracht. So konnte ich mich wenigstens bei Carina melden. Eigentlich wollte ich noch ein wenig Musik hören, war aber zu erschöpft.
Ein paar Stunden spĂ€ter wurden mir die Katheder gezogen. Dabei habe ich mich so unter Druck gesetzt, dass ich richtig mit Zittern angefangen habe. Aber die Schwester und die Pflegerin haben das sehr gut gemacht. Auch das Anlegen des Druckverbandes in der Leiste war nicht so einfach. Die Schwestern mussten hier eine Pfleger zu Hilfe rufen, da sie schlichtweg das Druckgewicht nicht aufbringen konnten. Aber nach ca. 30 Minuten war dann alles erledigt, obwohl es mir bedeutend lĂ€nger vorkam. Dann zog erstmal Ruhe ein. Mit der Zeit musste ich mal pinkeln, durfte aber mit dem Verband nicht aufstehen. Also blieb nur die allseits so beliebte „Ente“. Das ging bei mir zuerst gar nicht. Zumal es auch nicht eine Minute PrivatsphĂ€re gab. Irgendwann ergab sich dann doch die Möglichkeit, es zu probieren. Und es funktionierte auch. So kam ich dann auch etwas zur Ruhe. An Schlaf war jedoch nicht zu denken. Es war zu viel los und nicht allen Patienten ging es so gut, wie mir. Nach Mitternacht wurde der Druckverband entfernt. Da habe ich erst gemerkt, welchen Druck der ausgeĂŒbt hat. Danach konnte ich, wenn auch nur minutenweise etwas schlafen.
Am Morgen wurde ich dann wieder auf Normalstation zurĂŒckverlegt und ich nahm die Gelegenheit wahr, wieder auf Toilette gehen zu können. Auch gab es die ersten Untersuchungen, EKG; Angiologie usw. Auch ein Langzeit-EKG wurde mir angelegt. Am spĂ€ten Vormittag war Visite. Hier sagte man mir, wenn alles gut verlĂ€uft, ich wieder am Donnerstag nach Hause gehen könnte. Der Rest des Tages verlief ereignislos. Ich lag im Bett und döste vor mich hin. Am frĂŒhen Abend wurde ich dann sehr mĂŒde. Das war sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass ich die Nacht davor kaum geschlafen hatte. Diese Nacht war es natĂŒrlich bedeutend besser, da es auch viel ruhiger war.
Am Donnerstag kam dann frĂŒh die Schwester und es begann das ĂŒblich Procedere. Kurz danach kam jedoch schon der Arzt mit dem vorlĂ€ufigen Arztbrief und sagte mir, dass ich gehen könnte. Also habe ich mich angezogen und der Schwester Bescheid gesagt, dass sie den Zugang entfernen könnte. Gegen 08:30 Uhr konnte ich dann das Krankenhaus wieder verlassen. Nach einer kurzen Fahrt mit der U- Bahn war ich dann auch sehr schnell wieder zu Hause.
Ich habe wieder mal die Gelegenheit genutzt, am Samstag ein umfangreiches Training, einschlieĂlich zweier Runden auf dem Kurzplatz, zu absolvieren. Das hat auch recht gut funktioniert. Im Vordergrund stand aber eigentlich etwas anderes.
Ich habe zum ersten Mal, seit dem ich mit dem Geholfen begonnen habe, ein Fitting mitgemacht. Es war ungemein interessant, welche Variablen bei der SchlĂ€gerwahl zu beachten sind. Bemerkenswert fand ich auch, dass bei der Vorbereitung viele meiner EinschĂ€tzungen richtig waren. Dazu gehörten auch die LĂ€ngen, die ich mit den einzelnen Eisen schlage. Mit einem Trackman lies sich das ganz gut visualisieren. Das Fitting fand mit dem 7er- Eisen statt. Als erstes haben wir den Unterschied zwischen einem Graphit- und Eisenschaft herausgearbeitet. Entgegen meiner Erwartung schnitt der SchlĂ€ger mit dem Eisenschaft besser ab. Ich hatte das GefĂŒhl, dass sich das Gewicht des SchlĂ€gers gleichmĂ€Ăiger verteilt. Die LĂ€ngen waren von Anfang an um 20-35 m weiter, als mit meinem jetzigen Equipment.
Da man ja beim Fitting nun doch einige BĂ€lle schlĂ€gt, war irgendwann meine Kraft einfach zu Ende. Zudem musste ich den vorangegangenen Stunden Tribut zollen. Ich bekam Muskelschmerzen im Schulter- und Nackenbereich. Damit verkrampfte ich beim Schlag und begann zu kĂ€mpfen. Daher haben wir das Fitting abgebrochen und einen Termin fĂŒr eine zweite Sitzung vereinbart. Hier werden wir uns dann dem Driver, Hölzern und dem Futter widmen. Hinsichtlich meiner Kondition werde ich vorher etwas kĂŒrzer treten.
Dennoch hat es mir ungemein viel gegeben. Auch der Zeitpunkt war richtig, da ich mich körperlich viel fitter einschÀtze, als das noch vor einem Jahr war.
Nach dem Training war ich noch eine Kleinigkeit essen. Allerdings war ich so erschöpft, dass ich nur sehr wenig runterbekam. Auch den Heimweg habe ich mehr automatisch absolviert. Ich bin auch ins Bett gegangen, als es noch Hell war. Aber so sollte es eigentlich auch sein.
Irgendwie war Ostern, wenn man die auĂenpolitischen Ereignisse ausblendet, in diesem Jahr etwas anders Ich habe lange ĂŒberlegt, was ich letztes Jahr gemacht habe und bis erst drauf gekommen, als ich nachgeschaut hatte. TatsĂ€chlich war ich völlig „inaktiv“. Ich habe wohl die Feiertage komplett in meiner Wohnung vor dem Fernseher verbracht und Bier getrunken. Ach ja, und die Kaffeemaschine war defekt.
Nun, dieses Jahr war es etwas anders. AktivitÀt und PassivitÀt hielt sich die Waage.
GrĂŒndonnerstag habe ich kurz entschlossen einen Tag Urlaub genommen und mir auf meinem Golfplatz eine 9- Loch Runde gebucht, in der Hoffnung, dass es nicht so voll wird und ich in Runde meine Bahnen ziehen konnte. So war es dann auch. Meine Startzeit war 11:50 Uhr. Ich hatte ĂŒbersehen, dass die Driving-Range bis Mittag gesperrt war. Also habe ich mich, nur mit dem 7er- Eisen auf dem Kurzplatz aufgewĂ€rmt. Mit meiner Runde habe ich etwas frĂŒher begonnen, da die Spieler vor mir nicht da waren. Es hat riesigen SpaĂ gemacht. Zumal es die erste Runde, auĂerhalb des Kurzplatzes, seit 2019 war. War ich erfolgreich? Nicht wirklich. War ich daher enttĂ€uscht? Nein!
Blick auf C1kleine StÀrkung nach dem Spiel
Hinterher hatte ich eigentlich gar keinen richtigen Hunger. Also habe ich mit der Nachspeise angefangen.
Am Karfreitag war ich dann doch etwas geschlaucht vom Vortag und habe daher einen ganz „faulen Tag“ eingelegt. Serien auf Netflix geschaut, aber aufs Bier verzichtet.
Am Samstag bin ich dann wieder rausgefahren, obwohl das Wetter weniger einladend war. Es war bewölkt und ab und zu nieselte es. Teilweise war auch der eine oder andere Graupelschauer dabei. Ich wollte mich eigentlich nur ein bisschen bewegen, ein paar BĂ€lle schlagen und vielleicht eine Runde auf dem Kurzplatz drehen. Da, vermutlich wegen dem schlechteren Wetter, wenig los war, habe ich kurzfristig noch eine Runde gebucht. Diesmal die B- Schleife. Ich wusste gar nicht mehr, dass hier sehr viel Wasser ins Spiel kommt. Das war schon eine Herausforderung. Aber dennoch konnte ich in Ruhe meine Runde drehen und auch so dem einen, oder anderen Gedanken nachhĂ€ngen. Das war natĂŒrlich nicht immer dem Spiel förderlich. Aber egal, auch diese Runde hat SpaĂ gemacht.
Wo wird gespielt?Abschlag B 1Scorecardkleine StĂ€rkung nach dem SpielEindrĂŒcke vom Samstag
Jetzt spiele ich schon seit 2017 in diesem Club und war nach dem Spiel zum ersten Mal im Innenbereich des Restaurants. DrauĂen war es eigentlich immer angenehmer. Allerdings war es am Samstag dann doch etwas ungemĂŒtlich. Lag aber auch daran, dass ich schon etwas mĂŒde war. Immerhin ist meine Fitness noch nicht die Beste.
Ostersonntag habe ich es dann fertiggebracht, buchstĂ€blich nichts zu tun. Gar nichts! SpĂ€t aufgestanden und frĂŒh zu Bett gegangen.
Daher hatte ich tatsĂ€chlich am Ostermontag das BedĂŒrfnis, mich ausgiebig zu bewegen. Ich habe lange gerĂ€tselt, wohin ich gehen könnte. Also bin ich kurzentschlossen bis nach Pasing gelaufen und wieder zurĂŒck. Ist jetzt nicht Die Welt. Es waren ja auch „nur“ 8,56 Km. Dennoch war es teilweise anstrengend. Ich wollte die Strecke in einem StĂŒck zu gehen, habe dann aber dennoch eine Pause von ca. 15 Minuten eingelegt. Das war die richtige Entscheidung!
Aber auch hier war ich bei Ankunft zu Hause erschöpft. Also schön heiĂ geduscht und dann eine Serie bei Netflix angeschaut. Auch dann ging es wieder frĂŒhzeitig zu Bett.
Alles in allem. war es ein sehr aktives verlĂ€ngertes Wochenende fĂŒr mich. Allerdings brauche ich die Nach-Osterwoche wohl fĂŒr die Erholung…
Am Samstag war ich auf dem Golfplatz. Es war sonniges Wetter, aber sehr kalt. So kalt, dass ich kaum GefĂŒhle in den HĂ€nden hatte. So lief das Training mehr schlecht als recht.
obligatorische Runde auf dem Kurzplatz
Nach einer Runde auf dem Kurzplatz bin ich dann noch zu Rewe nach Goldach gefahren. Ich mag diesen Markt. Er liegt verkehrsgĂŒnstig und ist Nachmittags auch nicht so ĂŒberlaufen.
Noch ein bisschen Abendgestalltung und dann ging es gegen Mitternacht zu Bett. Plötzlich fing mein Herz an zu rasen und beruhigte sich ĂŒberhaupt nicht mehr. Dementsprechend konnte ich auch nicht einschlafen. Ich dachte, es wĂŒrde sich geben, wenn ich zur Ruhe komme. Aber daraus wurde nichts. Den ganzen Tag raste das Herz vor sich hin. Die entsprechenden Werte konnte ich mit der Garmin verfolgen.
Puls an einem ganz normalen SamstagPuls, obwohl ich den ganzen Tag im Ruhemodus unterwegs warPuls bis zur Einlieferung in der Notaufnahme
Ich beschloss gleich am Montag frĂŒh zum Arzt zu gehen. Gesagt, getan. Gegen 09:30 Uhr war ich beim Hausarzt. Hier ging es mir schon sehr schlecht. Sobald ich stehen musste, setzten SchwindelgefĂŒhle ein. Als die Labormitarbeiterin mich zur Blutabnahme aufrief, passierte es: Ich war kurz vorm Umfallen und habe es nicht mitbekommen. Allerdings konnte die Ărztin verhindern, dass ich in voller LĂ€nge zu Boden fiel. Das Ganze dauerte nur wenige Sekunden, hat mir aber gereicht. Die HausĂ€rztin hat sofort einen Rettungswagen geholt und dieser brachte mich in die Notaufnahme.
Dort wurde ich erstmal an einen Monitor angeschlossen. Zudem wurde mir Blut abgenommen. Die Herzfrequenz war atemberaubend hoch, aber der Blutdruck sehr niedrig.
Und dann kam die Diagnose: Vorhofflimmern!
Ich bekam sofort die ersten Medikamente dagegen. Nach einigen Stunden wurde ich in ein anderes Zimmer verlegt und wieder an alle GerĂ€te angeschlossen. Aber immerhin war das Bett groĂ genug. Nach mehreren Infusionen und Tabletten ging es mir langsam wieder etwas besser und ich kam langsam zu Ruhe. Dennoch war an Schlaf nicht zu denken. Nach und nach fĂŒllte sich das Zimmer und so war entsprechend sehr viel los.
Am anderen Morgen ging es mir weiter immer besser, so dass die Ărztin mich unter Beobachtung nach Hause entlassen konnte. Also lies ich mich abholen. Der Versuch mit meinem Hausarzt Kontakt aufzunehmen schlug fehl und so hatte ich keine Medikamente. Also war Entspannung angesagt. Zum Beispiel beim CL-Spiel FC Bayern gegen Redbull Salzburg
Die darauffolgende Nacht habe ich sehr gut geschlafen. War sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass ich die zwei NĂ€chte davor kaum geschlafen habe.
Am folgenden Morgen bin ich zum Hausarzt gefahren und habe mir dort meinen neuen Medikationsplan abgeholt. In der Apotheke kam es sogar alle Medikament, die ich benötigte. Danach habe ich mir nach Hause geschleppt, es sind nur ca. 220 m und in meine Sessel fallen lassen. Da es in meiner Wohnung sehr kalt war, habe ich mich ins Bett gelegt und einen 3-stĂŒndigen Mittagsschlaf gehalten. Der tat richtig gut. Das Herz hatte sich inzwischen beruhigt.
Seit Donnerstag schlĂ€gt es wieder so, wie ich es erwartete …
Nachtrag:
Ein Arzt sagte mir nach der Blutentnahme, dass wider (seines) Erwarten alle Werte hervorragend seien. Das konnte ich spĂ€ter auch dem Laborblatt entnehmen. Alle Werte waren innerhalb der Toleranzgrenzen. Das fĂŒhre ich auch darauf zurĂŒck, dass ich in den letzten Jahren alle Vorsorgeuntersuchung wahrgenommen habe. Auch habe ich mich an die entsprechenden Vorgaben der Ărzte gehalten und auch notwendige Medikament genommen. Im letzten halben Jahr habe ich meine Fitness bedeutend verbessern können. Trotz dieses Zwischenfalls werde ich weiter daran arbeiten, ohne es jedoch zu ĂŒbertreiben.
Heute fĂŒr gab es beim sonntĂ€glichen Wiegetag eine Ăberraschung. Der AbwĂ€rtstrend ist gebrochen! Und das um satte 600 Gramm. Ich muss jetzt mal nachprĂŒfen, wie das passieren konnte. Die Kalorienaufnahme lag bei unter 1100 Kcal am Tag. War es eine fehlerhafte Zusammensetzung der Makros? Zuwenig EiweiĂ, zu viel Kohlenhydrate? Ich habe ĂŒbernĂ€chste Woche meinen planmĂ€Ăigen Termin bei meinem ErnĂ€hrungsberater. Bis dahin muss ich die Daten geprĂŒft und die entsprechenden „GegenmaĂnahmen“ eingeleitet haben.
Auch muss ich meine BewegungsaktivitĂ€ten prĂŒfen. Waren es die richtigen sportlichen BetĂ€tigungen, oder habe ich den Fokus auf die falschen Ăbungen gelegt. Eine Erkenntnis habe ich allerdings schon: In der letzten Woche kam das Krafttraining viel zu kurz. Daher muss ich auch meinen Tagesablauf ĂŒberprĂŒfen. Bin ich abgewichen, wenn ja wann und warum. An der Bewegung kann es nicht gelegen haben, da habe ich im Februar einen neuen Höchstwert im letzten Jahr erreicht.
Was mir allerdings aufgefallen ist: Ich schlafe seit eineigen Wochen wieder sehr schlecht. Nehme ich irgendetwas mit „ins Bett“? Woher kommt diese Unruhe? Auch ein Grund, meine Gewohnheiten kritisch unter die Lupe zu nehmen.
Ok, das Abnehmen „funktioniert“ eigentlich immer noch automatisch. Ich schaffe noch immer nicht, ausgewogen und gleichmĂ€Ăig ĂŒber den Tag verteilt zu essen. Das was mittlerweile gut funktioniert, ist das Trinken. Auch die empfohlene Menge an EiweiĂ, 100-110 Gramm, schaffe ich bei weitem nicht.
Zum Vergleich:
E Soll in Gramm
E Ist in Gramm
November
1.800
1.280
Dezember
3.100 – 3.410
1.250
Ăbersicht Aufnahme EiweiĂ
Insgesamt gestaltete sich die Kalorienaufnahme ebenfalls sehr ĂŒberschaubar:
Kalenderwoche
Kalorien
44.
3.057
45.
3.773
46.
2.767
47.
2.770
48.
2.835
49.
2.910
50.
4.322
51.
4.786
52.
3.523
Nahrungsaufnahme (Kalorien)
So ist es dann auch kaum ein Wunder, wenn das Gewicht runtergeht.
Auch muss angemerkt werden, dass ich viele Lebensmittel immer noch nicht vertrage. Dazu gehören viele Milchprodukte, auch Quarkprodukte. Ausnahme bildet hier der Bio- Joghurt 0,1 Prozent von Andechser. Auch nicht jedes Vollkornbrot bekommt mir. Hier bin ich auf KnÀckebrot umgestiegen. Ebenso habe ich Eier und viele Wurstsorten vom ErnÀhrungsplan gestrichen.
Zu Weihnachten gab es natĂŒrlich auch ein paar sĂŒĂe Sachen. Allerdings ist mir der Marzipanstollen gar nicht bekommen. Kekse gab es nur eine Handvoll ĂŒber die Feiertage. Alkohol gab es gar nicht.
Was wieder neu auf die Liste kam, war Kaffee. Der hatte mir die ersten Wochen nach der OP gar nicht geschmeckt. Jetzt gehört er wieder zur morgendlichen Routine.
Nebenwirkungen?
… hatte ich eigentlich nicht. Allerdings schlafe ich ggw. nicht mehr so gut, wie in den ersten Wochen nach der OP. HĂ€ufig habe ich Probleme beim Einschlafen. Allerdings schlafe ich dann meist auch durch. Auch wenn manche Nacht nach 6-7 Stunden endet, fĂŒhle ich mich sehr selten mĂŒde oder gar abgeschlagen.
Mit einer Nebenwirkung habe ich dennoch zu kĂ€mpfen. Ich habe z.Zt. hĂ€ufig Verstopfungen. Dagegen nehme ich Macogol. Das Zeug schmeckt eklig, hilft aber. Vielleicht wird es besser, wenn ich mich weiter regelmĂ€Ăig sportlich betĂ€tige.
Ăbergeben musste ich mich bisher einmal. Und zwar an Silvester. Ich habe nach dem Golf ein StĂŒck Bratwurst gegessen. Vielleicht so 30 Gramm. Das Ergebnis war fĂŒr mich verheerend. Der Magen hat richtig geschmerzt. Ich glaube, dass ich hier zwei Fehler gemacht habe: Erstens zu schnell gegessen und zweitens war die Wurst wohl zu fettig. Es ist fĂŒr mich schon wichtig zu wissen, was ich esse. Die App FDDB ist da schon nicht falsch.
Was ebenfalls wichtig ist, ist die regelmĂ€Ăige Einnahme der NahrungsergĂ€nzungsmittel und der verschrieben Medikamente. Dazu nutze ich die App MyTherapy. Ohne dieses Hilfsmittel hĂ€tte ich es sicherlich ein paar mal die Einnahme vergessen.
Ebenfalls wichtig ist die Wahrnehmung der Termine bei, ZEP (Zentrum fĂŒr ErnĂ€hrungspsychologie) in MĂŒnchen und die Termine beim Hausarzt fĂŒr die Laborwerte.
Zudem habe ich im November wieder angefangen, meine Alltagsbewegung und meinen Kraftsport wieder hochzufahren. Hier kann ich deutlich spĂŒren, dass auch Muskelmasse verloren ging. Aber hier wird das sich mit der Zeit sicherlich stabilisieren. Zu den Alltagsbewegungen gehört bei mir auch immer ein „Runde um den Block“. So kann ich auch immer sehen, was bei mir im Viertel so los ist. Was mich hier besonders freut ist die Tatsache, dass mir diese SpaziergĂ€nge immer leichter fallen und ich kaum ausser Atem komme.
Allerdings war ich noch nie ein Mensch, der sich freiwillig viel bewegte.
Der Oktober ist mittlerweile vorbei. Wie ging es nun weiter.
Was ich zuerst feststellte war, dass die Ărzte recht hatten. Ich musste das Essen und Trinken neu „lernen“. FrĂŒher habe ich, wenn ich Durst hatte, eine Flasche Wasser angesetzt und leer getrunken. An manchen Tagen gingen so bis zu 5 Liter die Kehle runter. Das war erstmal vorbei. Ich hatte Probleme ĂŒberhaupt 2 Liter zu bewĂ€ltigen. Das schaffe ich heute auch noch nicht jeden Tag.
Mit dem Essen war es das Gleiche! Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, dass man mit sowenig so satt werden kann. Aber die ErnÀhrungsberater haben mich dahingehend beruhigt, dass das in dieser Phase völlig normal wÀre.
Hier mal eine Ăbersicht ĂŒber die Kalorien und Wasserzufuhr der ersten drei Wochen nach der OP
41., 42. und 43. Kw (Auszug Fddb)
Kalorien zÀhlen bracht man in den ersten Wochen nicht. Man schafft die Vorgaben von 40-60g Eiweià sowieso nicht. Ich habe hÀufig nur 3 Mahlzeiten geschafft, manchmal nur zwei.
Zu letzten Termin hat mir die ErnĂ€hrungsberaterin gesagt, dass ich, aufgrund meiner GröĂe eigentlich 90-110g EiweiĂ aufnehmen mĂŒsste. Das wird noch ein langer Weg, bis ich dass routinemĂ€Ăig umsetzen kann.
Bisher bin auch vom PhĂ€nomen des Dumping verschont geblieben. Kommt aber daher, dass ich mich stringent an die Vorgaben halte. Sobald ein SĂ€ttigungsgefĂŒhl eintritt, höre ich mit dem essen auf.
Man soll sich ja nach der OP regelmĂ€Ăig bewegen. Das hat leider bei mir nicht immer funktioniert. Dieser interne Schweinehund ist weiterhin sehr hartnĂ€ckig. Auch fĂŒr Golf hatte ich keine Lust. Wie so hĂ€ufig beschrieben, gab es auch bei mir Abgeschlagenheit und MĂŒdigkeit. Daran muss und werde ich ab November verstĂ€rkt arbeiten.
Wie hat sich nun eigentlich das Gewicht verÀndert? Ist das nicht der Grund, warum ich mich der Tortour unterzogen habe?
Bild links: mit EiweiĂphase vor OP; Bild rechts: nach OP
Ich habe die letzte Nacht sehr schlecht geschlafen. Das kam in erster Linie daher, dass ich durchgĂ€ngig auf dem RĂŒcken gelegen habe. Im Normalfall schlafe ich in stabiler Seitenlage. Aber mit dem Blasenkatheder ging es nun mal nicht anders. Ich war komplett schmerzfrei.
Nach dem Wachwerden ging es wieder auf mein normales Zimmer.
Bei der anschlieĂenden Visite erklĂ€rte mir Dr. Spatz, dass alles besser verlaufen ist, als erwartet. Daher war man auch frĂŒher fertig , als geplant. Er hat mir die Sache mit dem Blasenkatheder erklĂ€rt. Eine Nadel hat beim herausziehen die Blasenwand touchiert.
Betreut wurde ich die ganze Zeit von Schwester Eva. Sie war sehr motiviert, immer gut drauf und fĂŒr Fragen offen.
Ich war mĂŒde und habe den ganzen Tag vor mich hingedöst, ein bisschen fern gesehen und Musik gehört.
Dazu kamen immer wieder Kontrolluntersuchungen.
Auch Samstagmorgen wachte ich gerÀdert auf, da ich wieder sehr schlecht geschlafen hatte.Am Vormittag hat mir Schwester Eva den Blasenkatheder entfernt. Da wurde mir kurz etwas schwummrig vor Augen. Das hielt aber nur einen sehr kurzen Moment an. Es sollte allerdings noch Stunden dauern, bis endlich wieder alles so lieg, wie es sollte.
Danach konnte ich aufstehen und die ersten Schritte wieder laufen. Auch hier verlief alles völlig problemlos.
Abends gabs dann noch das LĂ€nderspiel Deutschland- gegen RumĂ€nien. Da ich jedoch durch die letzten, schlaflosen, NĂ€chte so mĂŒde war, bin ich vor dem Ende eingeschlafen.
Die Nacht zum Sonntag habe ich sehr gut geschlafen, da ich wieder meine gewohnte Schlafposition einnehmen konnte. Der Tag verlief relativ ereignislos. Ăber Sky Go gab es die Formel 1 und spĂ€ter im TV die NFL.
Ich habe versucht gemÀà Anweisung kleine Schlucke zu essen. War aber nicht so prickelnd. Trinken ging etwas besser, aber auch hier nur in kleinen Schlucken. Nicht, weil ich keinen Durst hatte, sondern weil ich mich langsam an das SĂ€ttigungsgefĂŒhl herantasten sollte.Â
Am darauffolgenden Montag wurde bei der Visite beschlossen, mich nach Hause zu entlassen. Der Rest ging dann relativ schnell. Um 11:00 Uhr habe ich das Krankenhaus verlassen und gegen 12:00 wieder zu Hause.
Da ich die Fenster angekippt gelassen hatte, war es in meiner Wohnung relativ kalt. Auch nach dem Trinken von Tee wurde es nicht besser. Ich war mir tatsĂ€chlich unschlĂŒssig, ob ich die Heizung anstellen sollte. Also ging ich ins Bett, schaute dort ein wenig TV und dann war auch relativ frĂŒh „Licht aus“.
Ich habe ĂŒberraschend gut geschlafen. Eigentlich war ich auch gar nicht aufgeregt.
Gegen 07:00 Uhr kamen die Pfleger und Pflegerinnen, um mich auf die Operation vorzubereiten. Der Bauch, als Operationsfeld wurde rasiert. Danach ging nochmal unter die Dusche und dann in die OP- Bekleidung. Im Anschluss ging es dann sofort in den OP. Ăberraschenderweise fĂŒr mich, musste ich die letzten Meter laufen. An der Liege angekommen, wurde ich dann verkabelt. Die Narkoseeinleitung ging dann sehr schnell. Instinktiv versuchte ich dagegen anzukĂ€mpfen, aber es war natĂŒrlich sinnlos.
Ca. 2 Stunden spÀter bin ich im Aufwachraum wieder zu mir gekommen. Ich hatte erwartungsgemÀà keine Schmerzen, aber ich musste pinkeln. Die Schwester sagte, ich solle es einfach laufen lassen. Ich dachte, ich hÀtte mich verhört, aber die Schwester bestÀtigte das nochmal. Also lies ich es laufen. Was ich da noch nicht gemerkt hatte war, dass ich noch einen Blasenkatheder hatte.
Etwas spĂ€ter wurde ich auf ein separates Zimmer gebracht, wo ich unter Aufsicht eines Pflegers noch beobachtet wurde. So konnte ich dann auch immer meinen Blutdruck, SauerstoffsĂ€ttigung und co. beobachten. Der Pfleger wechselte regelmĂ€Ăig die SpĂŒlflĂŒssigkeit fĂŒr die Blase. Da sonst nicht viel los war, hörte ich Musik und döste so vor mich hin …