Gedanken zum Tag

Heute, am 28.08.2022 ist es wieder einmal Zeit, ein paar Gedanken niederzuschreiben.

Gestern bin ich sehr früh zu Bett gegangen. Irgendwie war ich den ganzen Tag müde. Ich war zwar vormittag noch auf dem Golfplatz, aber ich hatte, zum ersten Mal seit Wochen, keine richtige Lust zum spielen. Wenn ich nicht wegen einer unaufschiebbarer Aufgabe aus dem Haus gemusst hätte, wäre ich vermutlich in meinem Sessel festgewachsen. Aber so setzte sich die Samstag-Routine durch:

  1. aufstehen, kurz durchs Bad
  2. Sportsachen anziehen
  3. Leergut packen
  4. zum Golfplatz fahren
  5. Golf
  6. zum Rewe, meist nach Moosinning, fahren
  7. ab nach Hause
  8. Gang unter die Dusche
  9. Sport im TV schauen
  10. ins Bett gehen

Nun war es gestern sehr schwül. Ok, das kam jetzt nicht so überraschend. Aber das Wetter hat mich runtergedrückt. Seit meinem Gewichtsverlust komme ich zwar viel besser mit warmen oder sogar heißem Wetter zurecht, jedoch war es gestern zu viel. Zudem habe ich die letzten Nächte nicht sehr gut geschlafen. Ich weiß allerdings noch nicht, woran das gelegen haben könnte. Stress habe ich zur Zeit keinen, an mangelnder Bewegung kann es eigentlich auch nicht liegen. Jedoch merke ich, dass ich urlaubsreif bin.

So sitze ich jetzt in meinem Sessel, schaue im TV Sendungen über das alte Ägypten, trinke Kaffee.

Nebenbei fällt Regen auf das Fensterblech …

Wieder einmal Krankenhaus; Teil 2

Bein meinem letzten Aufenthalt im Krankenhaus wurde besprochen, dass bei mir eine Ablation durchgeführt werden soll. Dieser Termin stand nun am 07.06.2022 an. Allerdings auch nur dann, wenn ich einen negativen Corona- Test vorlegen kann. Das hat mich etwas überrascht, da ich sonst gewohnt war, dass diese Tests im Krankenhaus durchgeführt wurden. Erschwerend kam noch dazu, dass ich diesen Test an Feiertagen durchführen lassen musste. Ich war skeptisch, ob das funktioniert. Durch Recherche im Internet habe ich eine Teststation in der Bienen- Apotheke, direkt am MVZ- Laim gefunden. Dort habe ich dann eine Termin reserviert; bin aber Montagmittag nochmal hingegangen, um nachzufragen, ob ich tatsächlich über die Feiertage einen Test bekomme. Das wurde bestätigt und hat auch so funktioniert. Pfingstsonntag um 10 Uhr den Test machen lassen und gegen 11 Uhr hatte ich das Ergebnis: Negativ.

Am Dienstag bin ich dann ins Krankenhaus gefahren. Alles verlief völlig problemlos. Eingangskontrolle, Patientenaufnahme, Zimmer. Die Abarbeitung des üblichen Fragenkatalog lief auch völlig routiniert. Danach begann das Warten. Gegen Mittag ging dann eigentlich alles ganz schnell. OP- Hemd an und dann wurde ich zur ersten Untersuchung (Schlucktest) gefahren. Ich bekam ein Schlafmittel und dann war ich weg. Die Verabreichung habe ich gar nicht mitbekommen und auch die Geschwindigkeit des Eintreten der Narkose hat mich im Nachgang überrascht. Ich war dann auch relativ schnell wieder wach und wurde zum eigentlichen Eingriff gebracht. Wieder wurde ich verkabelt und relativ schnell schlafen gelegt. Vorher konnte ich noch die ganzen Katheder, die man bei mir reinstecken wollte, bewundern. Auch hier war ich relativ schnell wieder wach. Mir ging es dann auch eigentlich sehr gut. Ich hatte eben nur Durst. Auf das Trinken musste ich jedoch noch etwas warten, aber immerhin konnte ich mir den Mund und Rachen befeuchten. Auch hat mir die Schwester mein Mobiltelefon und sogar die Kopfhörer gebracht. So konnte ich mich wenigstens bei Carina melden. Eigentlich wollte ich noch ein wenig Musik hören, war aber zu erschöpft.

Ein paar Stunden später wurden mir die Katheder gezogen. Dabei habe ich mich so unter Druck gesetzt, dass ich richtig mit Zittern angefangen habe. Aber die Schwester und die Pflegerin haben das sehr gut gemacht. Auch das Anlegen des Druckverbandes in der Leiste war nicht so einfach. Die Schwestern mussten hier eine Pfleger zu Hilfe rufen, da sie schlichtweg das Druckgewicht nicht aufbringen konnten. Aber nach ca. 30 Minuten war dann alles erledigt, obwohl es mir bedeutend länger vorkam. Dann zog erstmal Ruhe ein. Mit der Zeit musste ich mal pinkeln, durfte aber mit dem Verband nicht aufstehen. Also blieb nur die allseits so beliebte „Ente“. Das ging bei mir zuerst gar nicht. Zumal es auch nicht eine Minute Privatsphäre gab. Irgendwann ergab sich dann doch die Möglichkeit, es zu probieren. Und es funktionierte auch. So kam ich dann auch etwas zur Ruhe. An Schlaf war jedoch nicht zu denken. Es war zu viel los und nicht allen Patienten ging es so gut, wie mir. Nach Mitternacht wurde der Druckverband entfernt. Da habe ich erst gemerkt, welchen Druck der ausgeübt hat. Danach konnte ich, wenn auch nur minutenweise etwas schlafen.

Am Morgen wurde ich dann wieder auf Normalstation zurückverlegt und ich nahm die Gelegenheit wahr, wieder auf Toilette gehen zu können. Auch gab es die ersten Untersuchungen, EKG; Angiologie usw. Auch ein Langzeit-EKG wurde mir angelegt. Am späten Vormittag war Visite. Hier sagte man mir, wenn alles gut verläuft, ich wieder am Donnerstag nach Hause gehen könnte. Der Rest des Tages verlief ereignislos. Ich lag im Bett und döste vor mich hin. Am frühen Abend wurde ich dann sehr müde. Das war sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass ich die Nacht davor kaum geschlafen hatte. Diese Nacht war es natürlich bedeutend besser, da es auch viel ruhiger war.

Am Donnerstag kam dann früh die Schwester und es begann das üblich Procedere. Kurz danach kam jedoch schon der Arzt mit dem vorläufigen Arztbrief und sagte mir, dass ich gehen könnte. Also habe ich mich angezogen und der Schwester Bescheid gesagt, dass sie den Zugang entfernen könnte. Gegen 08:30 Uhr konnte ich dann das Krankenhaus wieder verlassen. Nach einer kurzen Fahrt mit der U- Bahn war ich dann auch sehr schnell wieder zu Hause.

April 2022, der Letzte Tag

Ich habe wieder mal die Gelegenheit genutzt, am Samstag ein umfangreiches Training, einschließlich zweier Runden auf dem Kurzplatz, zu absolvieren. Das hat auch recht gut funktioniert. Im Vordergrund stand aber eigentlich etwas anderes.

Ich habe zum ersten Mal, seit dem ich mit dem Geholfen begonnen habe, ein Fitting mitgemacht. Es war ungemein interessant, welche Variablen bei der Schlägerwahl zu beachten sind. Bemerkenswert fand ich auch, dass bei der Vorbereitung viele meiner Einschätzungen richtig waren. Dazu gehörten auch die Längen, die ich mit den einzelnen Eisen schlage. Mit einem Trackman lies sich das ganz gut visualisieren. Das Fitting fand mit dem 7er- Eisen statt. Als erstes haben wir den Unterschied zwischen einem Graphit- und Eisenschaft herausgearbeitet. Entgegen meiner Erwartung schnitt der Schläger mit dem Eisenschaft besser ab. Ich hatte das Gefühl, dass sich das Gewicht des Schlägers gleichmäßiger verteilt. Die Längen waren von Anfang an um 20-35 m weiter, als mit meinem jetzigen Equipment.

Da man ja beim Fitting nun doch einige Bälle schlägt, war irgendwann meine Kraft einfach zu Ende. Zudem musste ich den vorangegangenen Stunden Tribut zollen. Ich bekam Muskelschmerzen im Schulter- und Nackenbereich. Damit verkrampfte ich beim Schlag und begann zu kämpfen. Daher haben wir das Fitting abgebrochen und einen Termin für eine zweite Sitzung vereinbart. Hier werden wir uns dann dem Driver, Hölzern und dem Futter widmen. Hinsichtlich meiner Kondition werde ich vorher etwas kürzer treten.

Dennoch hat es mir ungemein viel gegeben. Auch der Zeitpunkt war richtig, da ich mich körperlich viel fitter einschätze, als das noch vor einem Jahr war.

Nach dem Training war ich noch eine Kleinigkeit essen. Allerdings war ich so erschöpft, dass ich nur sehr wenig runterbekam. Auch den Heimweg habe ich mehr automatisch absolviert. Ich bin auch ins Bett gegangen, als es noch Hell war. Aber so sollte es eigentlich auch sein.

Ostern 2022

Irgendwie war Ostern, wenn man die außenpolitischen Ereignisse ausblendet, in diesem Jahr etwas anders Ich habe lange überlegt, was ich letztes Jahr gemacht habe und bis erst drauf gekommen, als ich nachgeschaut hatte. Tatsächlich war ich völlig „inaktiv“. Ich habe wohl die Feiertage komplett in meiner Wohnung vor dem Fernseher verbracht und Bier getrunken. Ach ja, und die Kaffeemaschine war defekt.

Nun, dieses Jahr war es etwas anders. Aktivität und Passivität hielt sich die Waage.

Gründonnerstag habe ich kurz entschlossen einen Tag Urlaub genommen und mir auf meinem Golfplatz eine 9- Loch Runde gebucht, in der Hoffnung, dass es nicht so voll wird und ich in Runde meine Bahnen ziehen konnte. So war es dann auch. Meine Startzeit war 11:50 Uhr. Ich hatte übersehen, dass die Driving-Range bis Mittag gesperrt war. Also habe ich mich, nur mit dem 7er- Eisen auf dem Kurzplatz aufgewärmt. Mit meiner Runde habe ich etwas früher begonnen, da die Spieler vor mir nicht da waren. Es hat riesigen Spaß gemacht. Zumal es die erste Runde, außerhalb des Kurzplatzes, seit 2019 war. War ich erfolgreich? Nicht wirklich. War ich daher enttäuscht? Nein!

Hinterher hatte ich eigentlich gar keinen richtigen Hunger. Also habe ich mit der Nachspeise angefangen.

Am Karfreitag war ich dann doch etwas geschlaucht vom Vortag und habe daher einen ganz „faulen Tag“ eingelegt. Serien auf Netflix geschaut, aber aufs Bier verzichtet.

Am Samstag bin ich dann wieder rausgefahren, obwohl das Wetter weniger einladend war. Es war bewölkt und ab und zu nieselte es. Teilweise war auch der eine oder andere Graupelschauer dabei. Ich wollte mich eigentlich nur ein bisschen bewegen, ein paar Bälle schlagen und vielleicht eine Runde auf dem Kurzplatz drehen. Da, vermutlich wegen dem schlechteren Wetter, wenig los war, habe ich kurzfristig noch eine Runde gebucht. Diesmal die B- Schleife. Ich wusste gar nicht mehr, dass hier sehr viel Wasser ins Spiel kommt. Das war schon eine Herausforderung. Aber dennoch konnte ich in Ruhe meine Runde drehen und auch so dem einen, oder anderen Gedanken nachhängen. Das war natürlich nicht immer dem Spiel förderlich. Aber egal, auch diese Runde hat Spaß gemacht.

Jetzt spiele ich schon seit 2017 in diesem Club und war nach dem Spiel zum ersten Mal im Innenbereich des Restaurants. Draußen war es eigentlich immer angenehmer. Allerdings war es am Samstag dann doch etwas ungemütlich. Lag aber auch daran, dass ich schon etwas müde war. Immerhin ist meine Fitness noch nicht die Beste.

Ostersonntag habe ich es dann fertiggebracht, buchstäblich nichts zu tun. Gar nichts! Spät aufgestanden und früh zu Bett gegangen.

Daher hatte ich tatsächlich am Ostermontag das Bedürfnis, mich ausgiebig zu bewegen. Ich habe lange gerätselt, wohin ich gehen könnte. Also bin ich kurzentschlossen bis nach Pasing gelaufen und wieder zurück. Ist jetzt nicht Die Welt. Es waren ja auch „nur“ 8,56 Km. Dennoch war es teilweise anstrengend. Ich wollte die Strecke in einem Stück zu gehen, habe dann aber dennoch eine Pause von ca. 15 Minuten eingelegt. Das war die richtige Entscheidung!

Aber auch hier war ich bei Ankunft zu Hause erschöpft. Also schön heiß geduscht und dann eine Serie bei Netflix angeschaut. Auch dann ging es wieder frühzeitig zu Bett.

Alles in allem. war es ein sehr aktives verlängertes Wochenende für mich. Allerdings brauche ich die Nach-Osterwoche wohl für die Erholung…

Wieder einmal im Krankenhaus

Wieder hat es mich erwischt.

Am 07.03.2022 bin ich in der Notaufnahme des Klinikums rechts der Isar gelandet. Was war passiert?

Am Samstag war ich auf dem Golfplatz. Es war sonniges Wetter, aber sehr kalt. So kalt, dass ich kaum Gefühle in den Händen hatte. So lief das Training mehr schlecht als recht.

obligatorische Runde auf dem Kurzplatz

Nach einer Runde auf dem Kurzplatz bin ich dann noch zu Rewe nach Goldach gefahren. Ich mag diesen Markt. Er liegt verkehrsgünstig und ist Nachmittags auch nicht so überlaufen.

Noch ein bisschen Abendgestalltung und dann ging es gegen Mitternacht zu Bett. Plötzlich fing mein Herz an zu rasen und beruhigte sich überhaupt nicht mehr. Dementsprechend konnte ich auch nicht einschlafen. Ich dachte, es würde sich geben, wenn ich zur Ruhe komme. Aber daraus wurde nichts. Den ganzen Tag raste das Herz vor sich hin. Die entsprechenden Werte konnte ich mit der Garmin verfolgen.

Puls an einem ganz normalen Samstag
Puls, obwohl ich den ganzen Tag im Ruhemodus unterwegs war
Puls bis zur Einlieferung in der Notaufnahme

Ich beschloss gleich am Montag früh zum Arzt zu gehen. Gesagt, getan. Gegen 09:30 Uhr war ich beim Hausarzt. Hier ging es mir schon sehr schlecht. Sobald ich stehen musste, setzten Schwindelgefühle ein. Als die Labormitarbeiterin mich zur Blutabnahme aufrief, passierte es: Ich war kurz vorm Umfallen und habe es nicht mitbekommen. Allerdings konnte die Ärztin verhindern, dass ich in voller Länge zu Boden fiel. Das Ganze dauerte nur wenige Sekunden, hat mir aber gereicht. Die Hausärztin hat sofort einen Rettungswagen geholt und dieser brachte mich in die Notaufnahme.

Dort wurde ich erstmal an einen Monitor angeschlossen. Zudem wurde mir Blut abgenommen. Die Herzfrequenz war atemberaubend hoch, aber der Blutdruck sehr niedrig.

Und dann kam die Diagnose: Vorhofflimmern!

Ich bekam sofort die ersten Medikamente dagegen. Nach einigen Stunden wurde ich in ein anderes Zimmer verlegt und wieder an alle Geräte angeschlossen. Aber immerhin war das Bett groß genug. Nach mehreren Infusionen und Tabletten ging es mir langsam wieder etwas besser und ich kam langsam zu Ruhe. Dennoch war an Schlaf nicht zu denken. Nach und nach füllte sich das Zimmer und so war entsprechend sehr viel los.

Am anderen Morgen ging es mir weiter immer besser, so dass die Ärztin mich unter Beobachtung nach Hause entlassen konnte. Also lies ich mich abholen. Der Versuch mit meinem Hausarzt Kontakt aufzunehmen schlug fehl und so hatte ich keine Medikamente. Also war Entspannung angesagt. Zum Beispiel beim CL-Spiel FC Bayern gegen Redbull Salzburg

Die darauffolgende Nacht habe ich sehr gut geschlafen. War sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass ich die zwei Nächte davor kaum geschlafen habe.

Am folgenden Morgen bin ich zum Hausarzt gefahren und habe mir dort meinen neuen Medikationsplan abgeholt. In der Apotheke kam es sogar alle Medikament, die ich benötigte. Danach habe ich mir nach Hause geschleppt, es sind nur ca. 220 m und in meine Sessel fallen lassen. Da es in meiner Wohnung sehr kalt war, habe ich mich ins Bett gelegt und einen 3-stündigen Mittagsschlaf gehalten. Der tat richtig gut. Das Herz hatte sich inzwischen beruhigt.

Seit Donnerstag schlägt es wieder so, wie ich es erwartete …

Nachtrag:

Ein Arzt sagte mir nach der Blutentnahme, dass wider (seines) Erwarten alle Werte hervorragend seien. Das konnte ich später auch dem Laborblatt entnehmen. Alle Werte waren innerhalb der Toleranzgrenzen. Das führe ich auch darauf zurück, dass ich in den letzten Jahren alle Vorsorgeuntersuchung wahrgenommen habe. Auch habe ich mich an die entsprechenden Vorgaben der Ärzte gehalten und auch notwendige Medikament genommen. Im letzten halben Jahr habe ich meine Fitness bedeutend verbessern können. Trotz dieses Zwischenfalls werde ich weiter daran arbeiten, ohne es jedoch zu übertreiben.

Niederlage?

Heute für gab es beim sonntäglichen Wiegetag eine Überraschung. Der Abwärtstrend ist gebrochen! Und das um satte 600 Gramm. Ich muss jetzt mal nachprüfen, wie das passieren konnte. Die Kalorienaufnahme lag bei unter 1100 Kcal am Tag. War es eine fehlerhafte Zusammensetzung der Makros? Zuwenig Eiweiß, zu viel Kohlenhydrate? Ich habe übernächste Woche meinen planmäßigen Termin bei meinem Ernährungsberater. Bis dahin muss ich die Daten geprüft und die entsprechenden „Gegenmaßnahmen“ eingeleitet haben.

Auch muss ich meine Bewegungsaktivitäten prüfen. Waren es die richtigen sportlichen Betätigungen, oder habe ich den Fokus auf die falschen Übungen gelegt. Eine Erkenntnis habe ich allerdings schon: In der letzten Woche kam das Krafttraining viel zu kurz. Daher muss ich auch meinen Tagesablauf überprüfen. Bin ich abgewichen, wenn ja wann und warum. An der Bewegung kann es nicht gelegen haben, da habe ich im Februar einen neuen Höchstwert im letzten Jahr erreicht.

Was mir allerdings aufgefallen ist: Ich schlafe seit eineigen Wochen wieder sehr schlecht. Nehme ich irgendetwas mit „ins Bett“? Woher kommt diese Unruhe? Auch ein Grund, meine Gewohnheiten kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Aufgeben ist keine Option!

Dezember 2021

Wie ging es jetzt die letzten Wochen weiter?

Ok, das Abnehmen „funktioniert“ eigentlich immer noch automatisch. Ich schaffe noch immer nicht, ausgewogen und gleichmäßig über den Tag verteilt zu essen. Das was mittlerweile gut funktioniert, ist das Trinken. Auch die empfohlene Menge an Eiweiß, 100-110 Gramm, schaffe ich bei weitem nicht.

Zum Vergleich:

E Soll in GrammE Ist in Gramm
November1.8001.280
Dezember3.100 – 3.4101.250
Übersicht Aufnahme Eiweiß

Insgesamt gestaltete sich die Kalorienaufnahme ebenfalls sehr überschaubar:

KalenderwocheKalorien
44.3.057
45.3.773
46.2.767
47.2.770
48.2.835
49.2.910
50.4.322
51.4.786
52.3.523
Nahrungsaufnahme (Kalorien)

So ist es dann auch kaum ein Wunder, wenn das Gewicht runtergeht.

Auch muss angemerkt werden, dass ich viele Lebensmittel immer noch nicht vertrage. Dazu gehören viele Milchprodukte, auch Quarkprodukte. Ausnahme bildet hier der Bio- Joghurt 0,1 Prozent von Andechser. Auch nicht jedes Vollkornbrot bekommt mir. Hier bin ich auf Knäckebrot umgestiegen. Ebenso habe ich Eier und viele Wurstsorten vom Ernährungsplan gestrichen.

Zu Weihnachten gab es natürlich auch ein paar süße Sachen. Allerdings ist mir der Marzipanstollen gar nicht bekommen. Kekse gab es nur eine Handvoll über die Feiertage. Alkohol gab es gar nicht.

Was wieder neu auf die Liste kam, war Kaffee. Der hatte mir die ersten Wochen nach der OP gar nicht geschmeckt. Jetzt gehört er wieder zur morgendlichen Routine.

Nebenwirkungen?

… hatte ich eigentlich nicht. Allerdings schlafe ich ggw. nicht mehr so gut, wie in den ersten Wochen nach der OP. Häufig habe ich Probleme beim Einschlafen. Allerdings schlafe ich dann meist auch durch. Auch wenn manche Nacht nach 6-7 Stunden endet, fühle ich mich sehr selten müde oder gar abgeschlagen.

Mit einer Nebenwirkung habe ich dennoch zu kämpfen. Ich habe z.Zt. häufig Verstopfungen. Dagegen nehme ich Macogol. Das Zeug schmeckt eklig, hilft aber. Vielleicht wird es besser, wenn ich mich weiter regelmäßig sportlich betätige.

Übergeben musste ich mich bisher einmal. Und zwar an Silvester. Ich habe nach dem Golf ein Stück Bratwurst gegessen. Vielleicht so 30 Gramm. Das Ergebnis war für mich verheerend. Der Magen hat richtig geschmerzt. Ich glaube, dass ich hier zwei Fehler gemacht habe: Erstens zu schnell gegessen und zweitens war die Wurst wohl zu fettig. Es ist für mich schon wichtig zu wissen, was ich esse. Die App FDDB ist da schon nicht falsch.

Was ebenfalls wichtig ist, ist die regelmäßige Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel und der verschrieben Medikamente. Dazu nutze ich die App MyTherapy. Ohne dieses Hilfsmittel hätte ich es sicherlich ein paar mal die Einnahme vergessen.

Ebenfalls wichtig ist die Wahrnehmung der Termine bei, ZEP (Zentrum für Ernährungspsychologie) in München und die Termine beim Hausarzt für die Laborwerte.

Zudem habe ich im November wieder angefangen, meine Alltagsbewegung und meinen Kraftsport wieder hochzufahren. Hier kann ich deutlich spüren, dass auch Muskelmasse verloren ging. Aber hier wird das sich mit der Zeit sicherlich stabilisieren. Zu den Alltagsbewegungen gehört bei mir auch immer ein „Runde um den Block“. So kann ich auch immer sehen, was bei mir im Viertel so los ist. Was mich hier besonders freut ist die Tatsache, dass mir diese Spaziergänge immer leichter fallen und ich kaum ausser Atem komme.

Allerdings war ich noch nie ein Mensch, der sich freiwillig viel bewegte.

Oktober 2021, Teil II

Der Oktober ist mittlerweile vorbei. Wie ging es nun weiter.

Was ich zuerst feststellte war, dass die Ärzte recht hatten. Ich musste das Essen und Trinken neu „lernen“. Früher habe ich, wenn ich Durst hatte, eine Flasche Wasser angesetzt und leer getrunken. An manchen Tagen gingen so bis zu 5 Liter die Kehle runter. Das war erstmal vorbei. Ich hatte Probleme überhaupt 2 Liter zu bewältigen. Das schaffe ich heute auch noch nicht jeden Tag.

Mit dem Essen war es das Gleiche! Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, dass man mit sowenig so satt werden kann. Aber die Ernährungsberater haben mich dahingehend beruhigt, dass das in dieser Phase völlig normal wäre.

Hier mal eine Übersicht über die Kalorien und Wasserzufuhr der ersten drei Wochen nach der OP

Kalorien zählen bracht man in den ersten Wochen nicht. Man schafft die Vorgaben von 40-60g Eiweiß sowieso nicht. Ich habe häufig nur 3 Mahlzeiten geschafft, manchmal nur zwei.

Zu letzten Termin hat mir die Ernährungsberaterin gesagt, dass ich, aufgrund meiner Größe eigentlich 90-110g Eiweiß aufnehmen müsste. Das wird noch ein langer Weg, bis ich dass routinemäßig umsetzen kann.

Bisher bin auch vom Phänomen des Dumping verschont geblieben. Kommt aber daher, dass ich mich stringent an die Vorgaben halte. Sobald ein Sättigungsgefühl eintritt, höre ich mit dem essen auf.

Man soll sich ja nach der OP regelmäßig bewegen. Das hat leider bei mir nicht immer funktioniert. Dieser interne Schweinehund ist weiterhin sehr hartnäckig. Auch für Golf hatte ich keine Lust. Wie so häufig beschrieben, gab es auch bei mir Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Daran muss und werde ich ab November verstärkt arbeiten.

Wie hat sich nun eigentlich das Gewicht verändert? Ist das nicht der Grund, warum ich mich der Tortour unterzogen habe?

Die Tage danach..

Ich habe die letzte Nacht sehr schlecht geschlafen. Das kam in erster Linie daher, dass ich durchgängig auf dem Rücken gelegen habe. Im Normalfall schlafe ich in stabiler Seitenlage. Aber mit dem Blasenkatheder ging es nun mal nicht anders. Ich war komplett schmerzfrei.

Nach dem Wachwerden ging es wieder auf mein normales Zimmer.

Bei der anschließenden Visite erklärte mir Dr. Spatz, dass alles besser verlaufen ist, als erwartet. Daher war man auch früher fertig , als geplant. Er hat mir die Sache mit dem Blasenkatheder erklärt. Eine Nadel hat beim herausziehen die Blasenwand touchiert.

Betreut wurde ich die ganze Zeit von Schwester Eva. Sie war sehr motiviert, immer gut drauf und für Fragen offen.

Ich war müde und habe den ganzen Tag vor mich hingedöst, ein bisschen fern gesehen und Musik gehört.

Dazu kamen immer wieder Kontrolluntersuchungen.

Auch Samstagmorgen wachte ich gerädert auf, da ich wieder sehr schlecht geschlafen hatte.Am Vormittag hat mir Schwester Eva den Blasenkatheder entfernt. Da wurde mir kurz etwas schwummrig vor Augen. Das hielt aber nur einen sehr kurzen Moment an. Es sollte allerdings noch Stunden dauern, bis endlich wieder alles so lieg, wie es sollte.

Danach konnte ich aufstehen und die ersten Schritte wieder laufen. Auch hier verlief alles völlig problemlos.

Abends gabs dann noch das Länderspiel Deutschland- gegen Rumänien. Da ich jedoch durch die letzten, schlaflosen, Nächte so müde war, bin ich vor dem Ende eingeschlafen.

Die Nacht zum Sonntag habe ich sehr gut geschlafen, da ich wieder meine gewohnte Schlafposition einnehmen konnte. Der Tag verlief relativ ereignislos. Über Sky Go gab es die Formel 1 und später im TV die NFL.

Ich habe versucht gemäß Anweisung kleine Schlucke zu essen. War aber nicht so prickelnd. Trinken ging etwas besser, aber auch hier nur in kleinen Schlucken. Nicht, weil ich keinen Durst hatte, sondern weil ich mich langsam an das Sättigungsgefühl herantasten sollte. 

Am darauffolgenden Montag wurde bei der Visite beschlossen, mich nach Hause zu entlassen. Der Rest ging dann relativ schnell. Um 11:00 Uhr habe ich das Krankenhaus verlassen und gegen 12:00 wieder zu Hause.

Da ich die Fenster angekippt gelassen hatte, war es in meiner Wohnung relativ kalt. Auch nach dem Trinken von Tee wurde es nicht besser. Ich war mir tatsächlich unschlüssig, ob ich die Heizung anstellen sollte. Also ging ich ins Bett, schaute dort ein wenig TV und dann war auch relativ früh „Licht aus“.

Der Tag der Operation

Ich habe überraschend gut geschlafen. Eigentlich war ich auch gar nicht aufgeregt.

Gegen 07:00 Uhr kamen die Pfleger und Pflegerinnen, um mich auf die Operation vorzubereiten. Der Bauch, als Operationsfeld wurde rasiert. Danach ging nochmal unter die Dusche und dann in die OP- Bekleidung. Im Anschluss ging es dann sofort in den OP. Überraschenderweise für mich, musste ich die letzten Meter laufen. An der Liege angekommen, wurde ich dann verkabelt. Die Narkoseeinleitung ging dann sehr schnell. Instinktiv versuchte ich dagegen anzukämpfen, aber es war natürlich sinnlos.

Ca. 2 Stunden später bin ich im Aufwachraum wieder zu mir gekommen. Ich hatte erwartungsgemäß keine Schmerzen, aber ich musste pinkeln. Die Schwester sagte, ich solle es einfach laufen lassen. Ich dachte, ich hätte mich verhört, aber die Schwester bestätigte das nochmal. Also lies ich es laufen. Was ich da noch nicht gemerkt hatte war, dass ich noch einen Blasenkatheder hatte.

Etwas später wurde ich auf ein separates Zimmer gebracht, wo ich unter Aufsicht eines Pflegers noch beobachtet wurde. So konnte ich dann auch immer meinen Blutdruck, Sauerstoffsättigung und co. beobachten. Der Pfleger wechselte regelmäßig die Spülflüssigkeit für die Blase. Da sonst nicht viel los war, hörte ich Musik und döste so vor mich hin …