Oktober 2021

Nach den Untersuchungen und Besprechungen im August 2021 habe ich mich entschlossen, mich einer bariatrischen Operation zu unterziehen. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Schließlich greift man mit so einer Operation in einen, eigentlich gesunden, Körper ein. Aber sonst komme ich von meinem Übergewicht nicht runter.

Die Operation war für den 07.10.2021 anberaumt. Dazu gehören auch die ganzen Vorbereitungen, die ein solcher Eingriff auch mitbringt. Es begann mit einer Eiweiß-Phase und endete mit einer psychologischen Begutachtung. Diese habe ich überraschend gut verkraftet. Es war auch die Zeit, mich mit dieser Thematik zu beschäftigen. Dazu gehörte auch das Lesen und Anschauen von Beiträgen „meiner Leidensgenossen“ auf diversen sozialen Plattformen. Die daraus entstehenden Fragen konnte ich offen mit den behandelnden Ärzten besprechen. Im Nachgang muss ich sagen, dass es sehr gute Gespräche waren. Alle meine Fragen wurden ausführlich beantwortet.

Am 06.10.2021 war es dann soweit. gegen 10:20 Uhr war ich im Krankenhaus „Barmherzige Brüder“ in München und habe mich der Aufnahmeprocedure gestellt. Das hat dann auch einige Zeit gedauert. Am längsten dauerte das Aufklärungsgespräch mit dem Anästhesisten. Ebenfalls wurde mir mitgeteilt, dass Dr. Elias, der mich gut durch die Vorbereitung geführt hat, sich verletzt hat und ich stattdessen von Dr. Spatz operiert werden würde. Nach einigen Stunden ging es dann aufs Zimmer.

Ich hätte noch etwas essen können, hatte aber keinen Hunger. So habe ich nur etwas getrunken, ein bisschen fern gesehen und irgendwann eingeschlafen …

Sachstand Sommer 2021

Leider habe ich im Kampf gegen die Kilos einen herben Rückschlag erlitten. Es geht seit einigen Wochen stetig bergauf und damit in die falsche Richtung.

Im Dezember hatte ich ein Patella-Spitzensyndrom. Mein Hausarzt meinte, dass ich das ein paar Wochen beobachten sollte und wenn die Schmerzen dann nicht weggehen oder besser werden, sollte ich einen Orthopäden aufsuchen. Das war dann auch Ende März der Fall. Hier wurde beschlossen, dass ein MRT durchgeführt werden sollte. Hier habe ich relativ schnell einen Termin bekommen. Aufgrund meines Gewichts habe ich mich für Conradia in Schwabing entschieden. Dort angekommen, verlief alles sehr professionell und die Mitarbeiter waren sehr freundlich. Ich war dort auch wieder relativ schnell fertig. Die später stattgefundene Auswertung mit dem Orthopäden ergab jetzt eigentlich nichts Unerwartetes. Das rechte Knie ist eigentlich kaputt. Arthrose, Meniskusriss usw. Man riet mir zu einer Operation. Aufgrund meines Gewichtes habe ich mich an das Krankenhaus „Barmherzige Brüder“ am Romanplatz in München gewandt. Auch dort habe ich relativ schnell einen Termin bekommen. Ich wurde nochmals untersucht und es wurden die Ergebnisse des MRT mit mir ausgewertet. Man schlug mir jedoch vor, keine Operation durchzuführen. Das hatte zwei Gründe:

  • Ich habe nur Schmerzen, wenn ich lange auf befestigten Straßen und Wegen laufe, auf dem Golfplatz oder auf Rasen habe ich kaum bis keine Schmerzen
  • Man müßte einen Teil des Meniskus entfernen, was kontraproduktiv wäre, da die stoßdämpfende Wirkung noch mehr wegfallen würde

Ich konnte den Ärzten folgen und habe mich gegen eine Operation entschieden. Allerdings schlossen sie nicht aus, dass es in 10-15 Jahren zu einem Eingriff kommen kann.

In diesem Zusammenhang sprach mich der Oberarzt auf mein Gewicht an. Allerdings nicht vorwurfsvoll. Er schlug mir vor mit den Ärzten der Inneren Medizin Kontakt aufzunehmen. Er sagte mir, dass nur eine Gewichtsabnahme, wie auch immer, die Folgen verlangsamen würden.

Gesagt, getan. Hier dauerte es jedoch ein paar Wochen, bis ich einen Termin bekam. Das war dann im Juli der Fall. Hier wurde ich hervorragend durch Dr. Elias informiert und beraten. Er schlug vor, auch im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen einige entsprechende Untersuchungen vorzunehmen.

Also ging es im August für 3 Tage ins Krankenhaus. Es gab eine Anzahl von Untersuchungen. Wie zum Beispiel:

  • Sonografie
  • Kardiologie
  • Lungenfunktionstest

Da eine Magen- und Darmspiegelung auf dem Programm stand, war auch ein Gespräch mit der Narkoseärztin angesagt. Das war meine erste Vollnarkose seit über zwanzig Jahren.

Zwischen den Untersuchungen gab es auch Termine mit den Ernährungsspezialisten um abzuklären, was hier falsch lief und läuft.

Im Nachgang gab es zu jeder Untersuchung eine Nachbesprechung mit einem Arzt. Die Ergebnisse waren überwiegend gut, oder im Rahmen des Erwartbaren. Die letzten Ergebnisse sollen bis Anfang September vorliegen. Dann wird die weitere Vorgehensweise besprochen…

Schlaf

Es gibt eine Szene bei Raumschiff Enterprise in der es darum geht, wie man die Borg bekämpfen kann. Alle Befehlseingaben waren gesichert, so dass Picard auf die Idee kam, eine ungesicherte Routine aufzurufen. Under Befehl lautete: Schlaf. Darauf gingen die Borg in ihre Alkoven und schalteten sich in einen Ruhemodus.

Ganz so einfach geht es im Leben selten. Zumindest bei mir nicht. Gerade in Zeiten von Corona fällt mir das besonders schwer. Woran mag das liegen?

Es gibt bei mir regelmäßige Arbeitsabläufe. Ich beginne meinen Arbeitstag regelmäßig um 08:00 Uhr. Um 08:30 Uhr ist das erste Team- Daily und dann sind die verschiedensten Aufgaben dran. Gegen 16:30 Uhr ist dann meist Feierabend. Im Gegensatz zur Büroalltag beende ich aber im Homeoffice die angefangenen Arbeiten. Ich muss ja schließlich auch keinen Zug bekommen. Im Anschluß gibt es jeden zweiten Tag Krafttraining.

Dennoch habe ich in den letzten Monaten immer mehr Schwierigkeiten einzuschlafen. Manchmal wälze ich mich bis weit nach Mitternacht im Bett herum. Stand heute weiß ich nicht, woran das liegt. Den Alkoholkonsum habe ich drastisch eingeschränkt, Chips oder ähnliches gibt es vor dem Fernsehen auch nicht. Und dennoch habe ich häufig die vorgenannten Einschlafschwierigkeiten. Mein Schlafzimmer ist immer gut gekühlt und gelüftet, daran kann es auch nicht liegen. Lärm gibt es hier, es ist ja Ausgangssperre, eigentlich auch nicht. Fernsehen, oder ähnliche Beschäftigungen im Bett tragen jedenfalls nicht dazu bei gut ein- oder durchzuschlafen.

Jedenfalls schlafe ich die letzte Zeit nicht mehr als zwei Stunden am Stück. Danach werde ich wach, gehe auf Toilette. Allerdings schlafe ich dann meist wieder gut ein.

Ob ich gut geschlafen habe, merke ich am Morgen danach. Es gibt Tage, da bin ich trotzdem fit, und dann gibt es Tage, da komme ich gar nicht in die Gänge.

Ich habe eine Fitnessuhr, die ja auch den Schlafrhytmus aufzeichnet. Die dort erfassten Aufzeichnungen stimmen mit meinem Gefühl schon überein.

so sieht mein Schlaf meistens aus…
wenn er so aussieht, fühle ich mich gut erholt…

Also kann es nur ein „Kopf-Problem“ sein. Ich befürchte, dass die Nachrichtenlage mit dazu beiträgt, dass man unbewusst einfach die jetzige Situation mitschleppt. Daher schaue ich ab späten Nachmittag kaum noch Nachrichten. Ich hoffe das es besser wird, wenn ich wieder Golf spielen kann, oder wenn das Leben wieder mehr im Freien stattfindet.

Weihnachtszeit unter Corona

Wieder ist ein Jahr vorbei. Und was für eins.

Es war diesmal alles anders. Es gab keine klassische Adventszeit. Keine Weihnachtsmärkte, kein Nichts. Nicht das ich ein bekennender Fan von Weihnachtsmärkten bin. Vom Glühweintrinken sowieso nicht. Aber man ist ja doch mit dem einen, oder anderen auf dem Heimweg über einen. der vielen Märkte geschlendert. Zur „Not“ hat man eben am Bahnhof noch ein Bier getrunken, oder eine Bratwurst gegessen und das Jahr Revue passieren lassen.

War aber eben nicht. Und so kam bei mir überhaupt keine weihnachtliche Stimmung auf. Auch die Stimmung beim Einkaufen, sofern noch erlaubt, war gedrückt. So war ich am 15.Dezember das letzte Mal im Supermarkt einkaufen und habe Kühlschrank und Tiefkühlfach aufgefüllt. Mit Urlaubsbeginn habe ich es mir dann in meinen Lieblingssessel bequem gemacht und unzählige Serien auf Netflix und Sport auf Sky geschaut.

Am 23.12. habe ich mir noch, zu allem Überfluss, ein Patellaspitzensyndrom zugezogen, so dass ich mich die nächsten Tage gar nicht bewegen konnte. Dementsprechend waren auch sportliche Aktivitäten, wie zum Beispiel ausgedehnte Spaziergänge nicht möglich.

Was macht man in einer solchen Zeit nur mit der Ernährung?

Es gab bei mir über die Feiertage folgende Lebensmittel nicht:

– keine Pizza, oder sonstiges Fastfood

– keine Plätzchen

– kein Stollen

Auch beim Alkohol habe ich mich stark zurückgehalten.

Ich habe tatsächlich gekocht. Meist so für zwei, drei Tage vorgekocht. So eine schöne dicke Erbsensuppe mit Speck. Dazu eine trocken Scheibe Brot. Einfach lecker!

Was war mit Sport?

Ehrlich gesagt, Nichts!

Das Einzige, was ich gemacht habe war auf meiner PS4 Fifa zu spielen.

Der Blick aus dem Fenster war auch nicht so erbaulich. Es gab bei mir im Viertel kaum weihnachtlich geschmückte Fenster, oder Vorgärten. Schnee gab es auch nicht. Und da es ab 21:00 Uhr eine Ausgangsbeschränkung gibt, wurde es ab dieser Zeit auch sehr ruhig.

Wie gesagt, auch wenn ich kein Fan von Weihnachten und dessen Feiern bin, es war keine schöne Zeit.

Sport in Zeiten von Corona

Nun, es ist ja nicht so, dass ich eine Sportskanone bin. Dennoch fehlte mir irgendetwas.

Es ist allerdings einfacher, als man vermuten möchte. Mir fehlen schlicht die Alltagsbewegungen. Dazu gehörten die 10 Minuten Fußweg am Morgen vom Bahnhof bis zum Büro und Nachmittags natürlich zurück. Aber auch die, zum Arbeitsweg, gehörenden Treppen. Die habe ich häufig genommen. Die jeweiligen Umwege zum Einkaufen und ähnliches.

Nun sitze ich seit über drei Monaten zu Hause und habe mich eigentlich wenig bewegt. Das mag die ersten Wochen angenehm sein, aber mit der Zeit ging es mir auf den Keks. Ich hatte das Gefühl, dass ich immer fetter werde und wahrscheinlich wurde ich es auch. Also habe ich mir einen Trainingsplan aufgestellt. Der besteht aber hauptsächlich aus Krafttraining.

Erstaunlicherweise läßt sich dieser Plan auch umsetzen und durchhalten. Ja, es gehört auch Disziplin dazu, aber die konnte ich überwiegend aufbringen.

Zusätzlich ist es natürlich auch erforderlich, die Ernährung weiter anzupassen. Das dauerte aber etwas länger.

Wie sieht nun so ein Tag eigentlich bei mir aus?

So gegen 08:00 Uhr stehe ich auf. Einmal kurz durchs Bad, dann gibt es die erste Tasse Kaffee. Es folgt die „Presseschau“ mit einer zweiten Tasse Kaffee. Dann gehts an den Arbeitsrechner. So ab 09:00 Uhr beginnen im Regelfall die Video- oder Telefonkonferenzen. Das und die Bearbeitung der Mails dauert in etwa bis Mittag. In dieser Zeit gibt es einen Proteinshake. Zum Mittag gibt es jetzt einfaches, nicht zu schweres Essen, da ich sonst immer so müde werde. Für die Mittagspause veranschlage ich so 45 Minuten. Danach gehts mit der Arbeit weiter. Im Regelfall so bis 17:00 Uhr. Dann beginne ich auch sofort mit meinem Trainingsprogramm.

Im Regelfall gehe ich immer spätestens gegen 22:00 Uhr ins Bett. Dort lese ich noch ein wenig, oder schaue ein bisschen TV.

Um so erfreulicher war es, als der Golfsport wieder erlaubt wurde. Also bin ich Samstag wieder auf den Golfplatz gefahren. Dort erlebte ich dann eine Überraschung. Durch die Fokussierung auf das Krafttraining habe ich an Beweglichkeit eingebüßt. Ich war im Rücken richtig steif. Daher war die Qualität ,meines Spiels entsprechend schlecht.

Daher habe ich seit zwei Wochen das Training dahingehend umgestellt, als das ich mehr Bewegungsübungen und Kraftausdauer mache. Nach zwei Wochen läuft es jetzt auf den Golfplatz schon besser. Dennoch verfüge ich noch nicht über die Ausdauer, um eine komplette Runde durchzuspielen.

Aber das wird schon ….

Weihnachten; Stille Gedanken

Weihnachten kommt ja jedes Jahr immer überraschend und das obwohl in den Geschäften gefühlt ab Ende September die Schokoladenweihnachtsmänner zum Verkauf stehen.

Die meisten die Ich kenne, fahren zu Familienangehörigen, zu Freunden oder Bekannten. Das führt, auch wie jedes Jahr, zu Staus und / oder vollen Zügen. Und darüber regen sich die Leute dann auf. Besonders bei schlechtem Wetter.

Natürlich müssen vorher noch massig Geschenke gekauft werden. Das führt mit abnehmender Zeit bis zum Heiligen Abend zu immer voller werdenden Kaufhäusern und DHL- Filialen. Und auch darüber regen sich viele Menschen auf.

Jetzt könnte man mir ja sagen: Lass dir doch deine Pakete an eine #Paketstation schicken! Ja, kann ich machen. Aber gerade in der Vorweihnachtszeit werden viele Pakete nicht zeitnah entnommen, da die Menschen, siehe oben, ja irgendwo an- oder rumstehen. So wurden in den letzten Jahren viele meine Pakete zur Weihnachtszeit in eine Filiale umgeleitet. Und da stelle ich mich nach dem ersten Advent keinesfalls mehr an!

Besonders faszinierend finde ich das Verhalten der Mitmenschen in Lebensmittelmärkten. Viele sind wohl der Meinung, dass es am nächsten Tag keine Lebensmittel mehr zu kaufen gibt. Dementsprechend überfüllt sind die Einkaufswagen. Jetzt könnte man ja meinen, dass diese Leute sich für die nächsten sieben Tage bevorraten. Aber nein, am nächsten Tag sind die gleichen Leute wieder da und packen ihren Einkaufswagen voll. Ich frage mich immer, wie die das nach Hause schleppen.

Und dann ist er da, der Heilige Abend.

Der Baum ist geschmückt, dass Mittagessen verdaut sich gerade und schon ist Bescherung. Hier wird es wohl immer Überraschungen und Enttäuschungen geben.

Ich bin jetzt in einem Alter, wo Geschenke definitiv nicht mehr im Vordergrund stehen. Es mag eine Floskel sein, ist aber so. Wenn ich jemanden beschenken will, kann ich das auch außerhalb der Weihnachtszeit machen.


Im Nachgang betrachtet, fand ich die #Weihnachtszeit im Rahmen meiner Familie auch nicht immer schön. Als ich älter wurde, reduzierte sich eigentlich alles aufs Essen und Trinken. Ja, man hat sich auch unterhalten, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die Inhalte jemanden interessierten. Daher war ich später auch immer zu den Festtagen schlecht gelaunt. Um diese schlechte Laune an niemanden auszulassen oder dessen Freude am Fest zu trüben, verbringe ich das Fest zwischen meinen vier Wänden.

Es lief auch jedes Jahr fast gleich ab. Und da ich zufrieden war, gibt es auch keinen Anlass, den Ablauf dieses Jahr zu andern. Ich werde früh aufstehen und früh zu Bett gehen. Dazwischen gibt es Netflix, Amazon Prime oder YouTube. Aber auch meine sportlichen Aktivitäten werden nicht zu kurz kommen. Zeit für die eine oder andere Kraftsporteinheit bleibt. Aber das Haus werde ich nicht verlassen.

Adventszeit

Was bedeutet Advent für mich?

So genau weiß ich es eigentlich nicht. Ich verbinde die Adventszeit keinesfalls mit Besuchen von Weihnachts-, Christkindl- oder sonstigen Märkten. Und mit Glühwein schon gar nicht. Und auch nicht mit den obligatorischen Weihnachtsfeiern im Unternehmen.

Für mich läutet diese Zeit das Ende eines aktiven Jahres ein. Ich setze mich in meinen Sessel, rekapituliere die letzten elf Monate und trinke dabei meist einen Tee, oder ein Bier.

Die Samstage gehen meist (widerwillig) mit Hausarbeit drauf. Aber ab späten Nachmittag setze ich mich in meinen Sessel und ziehe mir eine Serie, oder Film nach dem anderen rein.

Essen fällt eigentlich, außer Frühstück, aus, da ich meist zu faul bin, dafür aufzustehen.

Ich haben mir abgewöhnt zur Adventszeit Süßigkeiten zu essen. Um meinen Fressattacken keinen Vorschub zu geben, kaufe ich solche Sachen erst gar nicht. Dafür gibt es gerade zu dieser Zeit viel Obst. Ein Obstteller steht an den Wochenenden immer in der Reichweite meines Lieblingssessels.

Wie so viele Einzelgänger nutze ich natürlich auch die Wochenenden zum Ausruhen. Nun, das mache ich auch, wenn keine Feiertage anstehen. Aber im Gegensatz zum Rest des Jahres bin ich an den Winterwochenenden meist nicht so aktiv und bleibe lieber zu Hause. Zudem ist es kälter. Und wer mag es nicht, sich dann in sein warmes Bett zu kuscheln.

Und selbstverständlich zünde ich an jedem Adventssonntag eine Kerze an. Da ich keinen Adventsschmuck habe, stelle ich immer eine einzelne Kerze auf…

„Hello Fresh“

Bei einem Gespräch mit einer Freundin ging es einmal um „falschen Hasen“. Sie hat das Gericht über „Hello Fresh“ bezogen und wohl Abends mit ihrem Sohn gekocht.

Am folgenden Samstag war ich dort zu Besuch und beim Mittagessen, es gab Tortillas mit irgendwas gefüllt, kamen wir wieder auf „Hello Fresh“. Es ging um Gerichteauswahl, Lieferzeiten, Zubereitungen u.ä.

Wieder zu Hause, habe ich mich mit dem Angebot dieses Lieferdienstes vertraut gemacht. Die Gerichte sahen gut aus und waren anscheinend auch leicht zuzubereiten. Und es wurden auch alle Zutaten mitgeliefert. Die Zubereitungszeiten waren für mich ebenfalls wichtig, da ich nicht stundenlang in der Küche vorm Herd stehen wollte. Der ausschlaggebende Punkt war allerdings die Lieferzeit. Ich habe die Lieferzeit zwischen 19:00 – und 22:00 Uhr gewählt. So brauche ich nicht von der Arbeit nach Hause hetzen, bzw. kann auch einen, oder zwei Züge später fahren.

Also habe ich mich von der Freundin „werben“ lassen. Dann die App runtergeladen und mit Hilfe des Gutscheincodes die erste Lieferung bestellt. Hat auch alles einfach funktioniert. Die erste Lieferung konnte ich mir noch nicht zusammenstellen. Positiv überrascht war ich vom Informationsablauf während der Lieferzeit. Ich wurde immer auf dem aktuellen Stand gehalten. Am letzten Donnerstag war es dann soweit. Gegen 21:15 Uhr kam der Bote und übergab mir das Paket. Das habe ich dann, logischer Weise, aufgemacht und den Inhalt begutachtet. Es war alles da, so wie beschrieben. So habe ich die Sachen erstmal artgerecht verstaut. Danach habe ich noch ein Bier getrunken und bin dann in’s Bett gegangen.

Am Samstag war dann der „große Tag“. Ich habe mir das erste Gericht ausgesucht und dann so zubereitet, wie es auf den Begleitkarten draufsteht. Da ich mich stur an die Vorgaben gehalten habe, war ich auch in der angegeben Zeit fertig. Es gab „Zitroniges Fischfilet“. Es ist mir auch eigentlich gut gelungen.

Und das Wichtigste: Es hat sehr gut geschmeckt!

Was ist nun der Vorteil der Bestellung bei „Hello Fresh“?

  1. Ich brauche Freitag, oder Samstag nicht mehr einzukaufen
  2. Ich kann meine Mahlzeiten planen
  3. Alle Zutaten sind vorhanden
  4. Kein Fastfood
  5. Nährwertangaben sind auf den Begleitkarten enthalten

Welche Nachteile, wenn man es so nennen will, gibt es?

  1. Der feste Liefertermin
  2. Portionen sind sehr groß

Einige Worte zum Preis.

Eine Box kostet ca. 40€. Das mag sehr teuer aussehen. Aber es sind immerhin 3 Gerichte a 2Portionen.

Meine Wochenendeinkäufe sind meist teurer und einseitiger. Ich habe eigentlich  immer Fastfood gekauft. Das ist eigentlich immer ungesünder ausgefallen. Und wenn ich nichts brauchbares im Kühlschrank hatte , habe ich mir eine Pizza bestellt. Das ist bei meinen Gewichtsproblemen dann doch nicht der richtige Weg.

Ich koche immer frisch und esse den Rest am Abend, oder nehme ihn mit auf Arbeit. So spare ich mir häufig das Geld, welches für diese Mahlzeiten „sparen“.

Die Benenung der Nährwertangaben ist für mich wichtig. Ich lege die Mahlzeiten in „MyFitnesPal“ separat an und tracke die Gerichte wie normale Lebensmittel.

Mittlerweile habe ich die nächste Bestellung bekommen und die Gerichte für die nächsten Wochen bestellt. Das ganze Prozedere ist sehr übersichtlich und simpel.

Alkohol und Sport, oder gesunde Lebensweise?

Traut man den öffentlichen Meinungen, so sind Alkohol und gesunde Lebensweise ein Widerspruch. Dem kann ich nicht folgen. Ich mache Sport und ich trinke gerne Bier. Ja, ich gelte nicht als Musterbeispiel für gesunde Lebensführung. Ich bin übergewichtig. Ja, sogar Adipös. Daran, und das will ich auch nicht verschweigen, ist auch mein Bierkonsum mit verantwortlich. Ich renne nicht jeden Tag dutzende Kilometer und stemme nicht regelmäßig tonnenweise Gewichte. Ich spiele Golf und das reicht mir auch. Krafttraining mache ich nur außerhalb der Golfsaison. Ich will auch keinen Körper wie Adonis. Ich will nur gesund bleiben. Seit ca. 10 Jahren gehe ich regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung. Kein Zucker, kein Nichts. Alle Werte in Ordnung. Halt stop! Mein Vitamin D Wert ist seit Jahren im Keller. Aber damit kann ich leben.

Als ich letztes Jahr wegen einer Verletzung am Fuss im Krankenhaus lag, war immer die erste Frage der behandelnden Ärzte, ob ich Diabetes habe. Nein, habe ich nicht! Das Erstaunen war für mich immer wieder faszinierend. Das heißt aber nicht, dass ich sorglos vor mich „hinleben“ kann. Nein, ich achte schon auf meine Ernährung. Ich esse eigentlich seit Jahren ausgewogen. Dazu gehört auch viel Gemüse. Fleisch ist nicht so mein Ding. Ich esse gerne Suppen.

Aber ich bin auch ein Liebhaber des Bieres. Zu Hause trinke ich gerne Augustiner. Auf Dienstreisen muss es Faxe oder Becks sein. Weine trinke ich auch, aber eher selten und wenn, dann meist nur zum Essen.

Aber auch der eine, oder andere Whisky kommt schon mal auf den Tisch. Besonders haben mir es hier japanische Sorten angetan.

Trinke in Maaßen oder in Massen? Ich bin ehrlich, das kommt auf den Anlass an. Beim Fußball trinke ich eher weniger Bier. Aber bei einem guten Film , oder einer guten Serie können es schon mal ein paar mehr sein.

Wichtig für mich ist, sogenannte alkoholfreie Tage einzulegen. Das klappt eigentlich sehr gut. Nach sportlichen Aktivitäten trinke ich gerne Bier. Auch als Belohnung. Es sei denn, ich muss noch Auto fahren. Dann ist Alkohol tabu!

Natürlich macht Alkohol den sportlichen Aufwand kaputt. Gar keine Frage, zumal Alkohol appetitanregend ist. Und dann kann es passieren, dass man Chips und Co. abends im Bett in sich hinein stopft. Um dem vorzubeugen, habe ich solche Sachen gar nicht zu Hause. Auch keine Lebensmittel, die man unverarbeitet essen kann.

Chips unlimited gibt es bei mir, wenn überhaupt, nur einmal im Jahr. An meinem Geburtstag.

Im Urlaub sieht das leider anders aus. Hotelessen und Alkohol kann das Ergebnis aller sportlichen Aktivitäten ad Absurdum führen.

Sport ohne Stress

Am letzten Samstag war ich, wie so häufig, auf dem Golfplatz. Zum einem, um ein bisschen zu trainieren und zum anderen eine Runde Golf zu spielen.

Alles verlief eigentlich planmäßig. Ich habe, wie immer, Bälle an die unmöglichsten Orte geschlagen. Manchen Ball sehr weit und andere Bälle folgen kaum ein paar Meter weit.

Nach Beendigung des Spiels war ich richtig fertig. Und ich habe nur 9 Löcher gespielt. Als ich dann im Clubhaus saß und mein alkoholfreies Weißbier getrunken habe, habe ich über meine Fitnesszustand nachgedacht. Im Ergebnis musste ich mir eingestehen, dass ich nicht zu den sportlichsten Menschen gehöre.

Golf spielen und nicht Golf kämpfen

Ich habe noch den gesamten Sonntag gebraucht, um mich wieder zu erholen.

In den letzten drei Jahren habe ich sehr oft über die Stellung des Sports in meinem Leben nachgedacht. Angetrieben auch durch meine Diät. Einen herben Rückschlag habe ich nach meiner Fuß- OP verzeichnen müssen. Hier habe ich gemerkt, wie wichtig mir Bewegung im täglichen Leben geworden ist. Dieses Gefühl war schlagartig weg! Da ich den Fuß nicht belasten konnte fielen viele Sportarten schlicht weg. Das Gewicht ausschließlich mit einer ausgewogenen Ernährung zu halten, ist für mich fast aussichtslos.

Erst ab diesem Frühjahr ist alles so verheilt, dass ich eigentlich wieder mehr (Bewegungs-) Sport machen könnte. Eigentlich! Aber ich bin immer noch gefangen in dem Trott des Nichtstun.

So muss ich mir ein Programm überlegen, um meine Fitness auf den Stand vor meiner OP zu heben. Auch hier habe ich schnell festgestellt, dass es keine 100%- Lösung gibt.

Da ich ein Sportmuffel in Ausdauersportarten bin, habe ich begonnen wieder die Alltagsaktivitäten in den Vordergrund zu stellen. Das heißt: wieder mehr Treppen steigen, die letzte Station zu Fuß gehen usw.

Das Krafttrainig stelle ich dahingehend um, dass ich mich nicht mehr auf Maximalkraft, sondern auf Kraftausdauer konzentriere. Das habe ich jetzt die letzten Wochen so angefangen und es scheint für mich der richtige Weg zu sein.

Ich setze mich allerdings zu häufig unter Druck, längere Trainingseinheiten durchzuführen. Das erzeugt bei mir gewaltigen Stress. Das geht soweit, dass ich das Training als kontraproduktiv betrachte. Und das demotiviert mich.

Zurück zum Golfsport.

Das Faszinierende an dieser Sportart ist eigentlich, dass es völlig egal ist, wie alt man ist. Und besonders gut muss man eigentlich auch nicht sein. Es sei denn, man will damit sein Geld verdienen.

Dieser Sport hat für mich ein paar Vorteile:

  • Ich bin an der frischen Luft
  • Im Regelfall muss ich nicht über den Platz hetzen, bin aber immer in Bewegung
  • Ich kann mit Anderen, oder auch alleine spielen
  • Bei 9- Loch Spielen bin ich 2 Stunden wieder im Clubhause

Es gibt aber auch einen Nachteil:

  • Ich stehe immer in der Sonne, wenn sie scheint